Bei Ether droht ein Einbruch im Mai, da er einen überzeugenden "Bärenwimpel" bildet.
ETH-Kurs auf 1.500 US-Dollar?
Der ETH-Kurs liegt seit dem 11. Mai in einer Spanne zwischen zwei zusammenlaufenden Trendlinien. Die Seitwärtsbewegung fällt mit einem Rückgang des Handelsvolumens zusammen. Daher sieht es ganz so aus, als ob ETH/USD einen Bärenwimpel bildet.
Bärenwimpel sind in der Regel negative Fortsetzungsmuster, das heißt, sie lösen sich auf, wenn der Kurs unter die untere Trendlinie dieser Konstellation fällt. Dann bricht der Kurs um die Höhe der vorherigen Abwärtsbewegung ein. Diesen Einbruch nennt man dann die Fahnenstange.

Daher besteht also die Gefahr, dass Ether unter seinen Wimpel rutscht und dann weiter zurückgeht.
Die Fahnenstange bei ETH liegt bei etwa 650 US-Dollar. Sollte der Kurs also am Scheitelpunkt des Wimpels bei 2.030 US-Dollar einbrechen, würde das Abwärtsziel bei unter 1.500 US-Dollar liegen. Das wäre ein Rückgang um über 25 Prozent gegenüber dem heutigen Kurs.
Ausverkauf und Pullback
Dieses Gewinnziel des Bärenwimpels liegt in einem Bereich, von dem aus es zwischen Februar und November 2021 eine Rallye um 250 Prozent gab. Außerdem liegt das Ziel im Bereich des 200-Wochen-Durchschnitts (200-Tage-EMA, blaue Linie), der derzeit bei 1.600 US-Dollar liegt.
Im Idealfall könnte es in der Nachfragezone dazukommen, dass Ether-Trader hier Token akkumulieren, in der Hoffnung, dass es ein scharfes Retracement nach oben gibt.
Wenn es dazu kommen sollte, läge das vorläufige Gewinnziel für ETH wahrscheinlich um die mehrmonatige, nach unten tendierende Trendlinie, die in einem "fallenden Kanal" als Widerstand diente, wie man auf dem folgenden Chart sieht.

ETH hat sich erholt, nachdem er die Nachfragezone (und die untere Trendlinie des fallenden Kanals) als Unterstützung getestet hat. Daher könnte ETH/USD bis Juni die obere Trendlinie des Kanals bei etwa 3.000 US-Dollar erreichen. Dieses Niveau liegt etwa 50 Prozent über dem heutigen Kurs.
Szenario: Längerfristiger Einbruch
Das Worst-Case-Szenario sieht so aus, dass ETH unter die Nachfragezone aufgrund von makroökonomischen Risiken und deren Auswirkungen auf dem Kryptomarkt im Jahr 2022 einbricht.
In diesem Zusammenhang: Gefahr durch Stablecoins: Risiko könnte auf Aktien und Anleihen überschwappen
Ether ist seit dem letzten Quartal um über 50 Prozent gefallen, da die Anleger aufgrund der Erhöhung des Leitzinses weniger in risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin und Tech-Aktien investieren.
Wie Cointelegraph berichtete, könnte sich die Erwartung eines weiteren Ausverkaufs an den Aktienmärkten auf den Kryptowährungsmarkt auswirken und damit Ether, Bitcoin, Cardano und andere Coins im Zuge dessen mit nach unten ziehen.

BOOX Research, ein Finanzblogger bei SeekingAlpha, ist im Hinblick auf Bitcoin, Ethereum und den Kryptomarkt insgesamt weiter langfristig bullisch. Er glaubt aber, eine Erholung könnte mehrere Jahre dauern. In seinem Beitrag heißt es:
"Einige der Korrekturen von oben haben möglicherweise einfach nur das 'heiße Geld' aus dem Markt verdrängt. Aber das sich möglicherweise verschlechternde makroökonomische Umfeld birgt nach wie vor das Risiko, dass es zu noch schlimmeren Verlusten kommt."
Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
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