Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, hat einen Vorschlag zur Verbesserung des Proof-of-Stake (PoS)-Konsensmechanismus von Ethereum gemacht. Er schlägt vor, die Mindestanforderung für Validatoren von 32 ETH auf nur 1 ETH zu senken. Diese Änderung könnte die Anzahl der Solo-Validatoren im Netzwerk drastisch erhöhen und die Dezentralisierung vorantreiben, indem die finanzielle Einstiegshürde für Nutzer erheblich gesenkt wird.
Herausforderungen beim aktuellen Staking-Modell
Momentan benötigt ein Solo-Staker bei Ethereum mindestens 32 ETH, was bei aktuellen Kursen etwa 75.000 US-Dollar entspricht. Diese hohe Schwelle ist notwendig, um die Sicherheit und Stabilität des Netzwerks zu gewährleisten, doch sie stellt für viele potenzielle Teilnehmer eine unüberwindbare Hürde dar. Dies hat dazu geführt, dass das Staking zunehmend von großen Pools wie Lido und Coinbase dominiert wird, die einen großen Teil der Validatoren stellen. Dies könnte zu einer Zentralisierung des Netzwerks führen, was Ethereum anfälliger für Zensur und Angriffe machen könnte.
Buterins Vorschlag, die Anforderung auf 1 ETH zu senken, zielt darauf ab, das Staking zu demokratisieren und es mehr Menschen zu ermöglichen, als Solo-Validatoren beizutragen. Dadurch würde Ethereum dezentraler und sicherer werden, da kleinere Teilnehmer ebenfalls zur Netzwerksicherheit beitragen könnten. Solo-Staker, die unabhängig von großen Pools arbeiten, bieten eine zusätzliche Verteidigungsschicht gegen zentrale Risiken wie Zensur oder 51%-Angriffe.
Technische Herausforderungen und Netzwerkeffizienz
Die Senkung der Schwelle könnte allerdings auch technische Herausforderungen mit sich bringen. Eine höhere Anzahl an Validatoren könnte die Block-Finalisierung verlangsamen und die Betriebskosten für Nodes erhöhen. Um dies zu verhindern, schlägt Buterin die Einführung der sogenannten „Single-Slot-Finalität“ vor, die die Finalisierungszeiten von derzeit 15 Minuten auf etwa 12 Sekunden verkürzen würde. Dies würde nicht nur die Nutzererfahrung verbessern, sondern auch sicherstellen, dass die Netzwerksicherheit trotz einer erhöhten Anzahl von Validatoren bestehen bleibt.
Buterin schlägt außerdem vor, die Staking-Schwelle in einem Zwischenschritt vorübergehend auf 16 oder 24 ETH zu senken, während die Bandbreitenanforderungen steigen, um das Netzwerk zu entlasten. Die langfristige Vision ist die Einführung von Technologien wie Orbit SSF (Single Slot Finality), die die Verwaltung der Validatorensets effizienter gestalten soll.
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