Fraunhofer IPMS will RFID-Systeme im Logistikbereich um Blockchain-Technik erweitern

Das in Dresden ansässige Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) hat am 22. Februar angekündigt,  bei der Entwicklung von drahtlosen RFID-Sensor-Systemen für den Logistikbereich künftig auch Blockchain-Konzepte nutzen zu wollen.

Wie die Forschungseinrichtung an diesem Donnerstag in einer Pressemitteilung bekanntgab, will das Fraunhofer IPMS um Blockchain-Technik erweiterbare Softwarelösungen für drahtlose RFID-Sensor-Systeme auf der internationalen Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement (LogiMat) vorstellen. Der zwischen dem 13. und 15. März in Stuttgart stattfindende Event gilt als größte europäische Fachmesse für den Logistikbereich.

Das Fraunhofer IPMS sieht laut Pressemitteilung ein großes Potential, das Blockchain-Konzept auch für das Datenmanagement von Lieferketten in Automatisierungs- und Logistikprozessen einzusetzen, um Transporte zu beschleunigen, Betrug und Fehler zu vermeiden sowie Ausschuss und Kosten zu reduzieren.

Dr. Andreas Weder, Teamleiter am Fraunhofer IPMS sagt in der Pressemitteilung, durch ein Speichern der durch RFID-Sensor-Transponder anfallenden Daten in der Blockchain seien diese für alle Teilnehmer der Lieferkette verlässlich nachvollziehbar. Unsere passiven RFID-Sensor-Transponder messen physikalische Parameter wie Feuchtigkeit, Erschütterung oder Temperatur und übertragen diese drahtlos an einen Reader, der auch die Energie bereitstellt, erläutert Dr. Weder.

Das Fraunhofer IPMS erstellt für seine Kunden individuelle Hard- und Softwarelösungen und analysiert deren individuellen Bedarf im Rahmen von Simulationen. Den Einsatz von Blockchain-Lösungen zur dezentralen Speicherung der beim RFID-Sensoreinsatz anfallenden Daten könnte in diesem Rahmen durch individuelle Ansätze ermöglicht werden. Ein fertiges Produkt mit Blockchain-Integration bietet das Fraunhofer IPMS bislang nicht an.

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