Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Medienberichten zufolge den Antrag der führenden Kryptobörse Binance auf eine Krypto-Verwahrlizenz abgelehnt.

Die Nachricht wurde zuerst von Finance Forward unter Berufung auf Insiderquellen berichtet. Cointelegraph hat daraufhin bei Binance nachgefragt, um die Nachricht zu bestätigen, ein Sprecher des Unternehmens entgegnete allerdings nur, dass er „nicht in der Lage ist, Details von den Gesprächen mit Regulierungsbehörden zu teilen“, und fügte hinzu:

„Wir arbeiten weiter daran, die Anforderungen der BaFin zu erfüllen. Wie erwartet, ist dies ein kleinteiliger und fortlaufender Prozess. Wir sind zuversichtlich, dass wir über das richtige Team und die richtigen Maßnahmen verfügen, um unsere Gespräche mit den Aufsichtsbehörden in Deutschland fortzusetzen.“

Ausgehend von den Kommentaren von Binance und dem Bericht ist unklar, ob die BaFin den Antrag der Binance zum Erwerb der Lizenz offiziell abgelehnt oder das Unternehmen nur mündlich darüber informiert hat, damit die Börse ihren Antrag entsprechend nachbessern kann.

Die angebliche Verweigerung einer Verwahrlizenz behindert die Pläne von Binance in Deutschland enorm, denn laut Gesetz dürfen nur lizenzierte Firmen in Deutschland für ihre Finanzprodukte werben. Dennoch bleibt Binance weiterhin die wohl größte Handelsplattform mit knapp 2 Millionen Kunden.

Der Druck der Regulierungsbehörden auf Binance nimmt allerorts weiter zu, wobei die Situation für die Kryptobörse inzwischen schon fast ähnlich wie 2021 ist, als sie mit regulatorischen Warnungen aus mehr als einem halben Dutzend Ländern konfrontiert war.