Laut offiziellen Dokumenten der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, bietet die große Investmentbank Goldman Sachs ihren Kunden über den Ether-Investmentfonds von Galaxy Digital ab sofort Zugang zu Investitionen in Ether an.
Goldman-Kunden, die direkt in ETH investieren wollen, haben dementsprechend nun die Möglichkeit, dies über den Galaxy Digital Ethereum Fund zu tun. Dies geht aus Dokumenten vom heutigen Dienstag hervor, in denen Galaxy die Investmentbank als Empfänger von Vermittlungsgebühren ausweist, was gleichsam bedeutet, dass Goldman Kunden an den Fonds vermittelt hat.
Die Galaxy Digital ist die Krypto-Investmentfirma von Mike Novogratz. Die Firma des renommierten Krypto-Investors verwaltet Stand Q4 2021 Vermögen in Höhe von 2,8 Mrd. US-Dollar (AUM).
Bisher ist unklar, wie viel Goldman-Kunden insgesamt in das ETH-Finanzprodukt investiert haben. Die Minimalinvestition liegt immerhin bei satten 250.000 US-Dollar. Seit seiner Einführung hat der Galaxy ETH Fund einen Umsatz von etwas mehr als 50,5 Mio. US-Dollar erzielt.
Die unabhängige Vermögensverwaltung CAIS Capital ist in den Dokumenten ebenfalls als Empfänger von Vermittlungsgebühren verzeichnet. Auch von ihr wurden also Kunden an den Ether-Investmentfonds von Galaxy vermittelt.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Galaxy Digital mit Goldman Sachs zusammengearbeitet hat. So hat Goldman bereits im vergangenen Juni die Bitcoin-Futures der Optionsbörse CME ins Angebot genommen, wobei Galaxy Digital für die notwendige Liquidität gesorgt hat.
Auch die Belegschaft der großen Investmentbank hat ein immer größer werdendes Interesse an der Kryptobranche. So hat zum Beispiel Goldman-Manager Roger Bartlett am 25. Februar angekündigt, dass er aus dem traditionellen Finanzwesen ausscheiden möchte, um bei der Kryptobörse Coinbase zu arbeiten und am Kryptomarkt mitzuwirken.
Wie Bartlett in einem Post auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn explizit schreibt, macht er diesen Schritt, um „die Chancen zu ergreifen, die Kryptowährungen und die Kryptobranche bieten“.
Der Goldman-Vostandsvorsitzende Lloyd Blankfein ist ebenfalls interessiert, was Kryptowährungen angeht. Erst am gestrigen Montag hat sich Blankfein deshalb gewundert, weshalb die neue Anlageklasse momentan nicht im Rampenlicht steht, denn hohe Inflation und eine unsichere Weltwirtschaftslage würden hierfür eigentlich die besten Rahmenbedingungen schaffen.
Keeping an open mind about crypto, but given the inflating US dollar and the stark reminder that governments can and will under certain circumstances freeze accounts and block payments, wouldn’t you think crypto would be having a moment now? Not seeing it in the price, so far….
— Lloyd Blankfein (@lloydblankfein) March 7, 2022
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