Cointelegraph
Amaka Nwaokocha
Verfasst von Amaka Nwaokocha,Ehemaliger Redaktionsautor
Bryan O'Shea
Geprüft von Bryan O'Shea,Redakteur

Google bindet Suchen nach Bitcoin-Wallets ein, Krypto-Community hat Bedenken

Während einige Stimmen den Schritt der Einbindung von von Wallet-Suchen auf Google befürworten, sehen andere darin ein Problem für Datenschutz und Privatsphäre.

Google bindet Suchen nach Bitcoin-Wallets ein, Krypto-Community hat Bedenken
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Google hat in seine Suchmaschine ein neues Feature eingebaut, das Nutzern die Möglichkeit gibt, die Kontostände von Krypto-Wallets über mehrere Blockchains hinweg zu suchen, z. B. für Bitcoin, Arbitrum, Avalanche, Optimism, Polygon und Fantom. Bei Eingabe der Wallet-Adresse zeigen die Suchergebnisse den entsprechenden Token-Saldo nach Netzwerk zusammen mit der letzten Aktualisierungszeit an.

Die Nutzer können dabei drei Bitcoin-Adressformate durchsuchen – P2PKH, P2SH und Bech32 – und sich den aktuellen Kontostand sowie die letzten Transaktionen anzeigen lassen.

Die Einbindung von Bitcoin-Daten in die Suchergebnisse erhöht Googles Zugang zu On-Chain-Aktivitäten und macht sich dafür das massive tägliche Suchvolumen des eigenen Dienstes zu nutze.

Während einige die neue Funktion von Google als einen Schritt in Richtung Mainstream-Adoption von Kryptowährungen loben, haben datenschutzorientierte Bitcoin-Befürworter Bedenken hinsichtlich der zentralisierten Datenaggregation und ihre Auswirkungen auf die Privatsphäre geäußert.

Beispiel für die Suche nach einer Bitcoin-Wallet über Google. Quelle: Google

Googles neuestes Feature kommt nach der Einführung von Ethereum Name Service (ENS) Domain-Suchergebnissen, die es Nutzern ermöglichen, Wallet-Guthaben mit lesbaren Domain-Namen wie „vitalik.eth“ für Ethereum-Wallet-Adressen zu überprüfen.

Die jüngste Erweiterung von Google baut auf der ursprünglichen Einführung der Ethereum-Wallet-Suche im Mai 2023 auf. Im Jahr 2022 integrierte Google eine Krypto-Funktion, die es einigen Ethereum-Wallet-Adressen ermöglichte, ihre Ethereum (ETH) Salden über die Google-Suchmaschine zu verfolgen, was Nutzern den Weg zu Etherscan ersparte.

Die Einbindung der Wallet-Suche markiert einen Wandel in der Haltung des Tech-Giganten. Google hatte Bitcoin-bezogene Werbung im Jahr 2018 noch verboten, aber vor kurzem seine Haltung geändert und Werbung für börsengehandelte Bitcoin-Indexfonds (ETFs) erlaubt, nachdem diese im Januar in den USA zugelassen wurden.

ETF-Produkte von namhaften Vermögensverwaltern wie BlackRock erscheinen deshalb nun in den Suchergebnissen.

Im Oktober 2022 ging Google zudem eine Partnerschaft mit Coinbase ein, um seinen Kunden die Bezahlung von Cloud-Diensten mit Kryptowährungen zu ermöglichen.

Das Technologieunternehmen startete auch einen Countdown für den Ethereum Merge – Ethereums Übergang von Proof-of-Work (PoW) zu Proof-of-Stake (PoS) im Jahr 2022 – indem es animierte Pandas zeigte, die sich synchron bewegten.

2023 schloss sich Google Cloud mit dem Web3-Startup Orderly Network zusammen, um nutzerorientierte Entwickler-Tools für das dezentrale Finanzwesen (DeFi) zu entwickeln und die Einstiegshürde in die dezentrale Welt zu senken.

Die Zusammenarbeit zielte darauf ab, die größten Hürden von DeFi zu beseitigen: Eintrittsbarrieren und Sicherheitsprobleme, die seit langem eine Herausforderung für das Ökosystem darstellen.

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