Stirbt der Bitcoin als Zahlungsmethode?

Vor etwa sechs Monaten waren Nachrichten von Meldungen überflutet, dass Unternehmen den Bitcoin als Zahlungsmethode integrieren wollen. Im schnelllebigen Ökosystem der Kryptowährungen jedoch, hat sich die Situation dramatisch verändert.

Jetzt gibt es viele Unternehmen, die sich vom Bitcoin abwenden oder eine volle Kehrtwende machen. Microsoft hat kürzlich verkündet, dass es nach fast drei Jahren den Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmethode akzeptieren würde. Allerdings hat sich das Unternehmen vorbehalten "dass kleinere Bitcoin-Mengen an Kunden zurückerstattet werden können."

Die Spieleplattform Steam hat Anfang Dezember letzten Jahres ebenfalls die Nutzung von Bitcoin als Zahlungsmethode eingestellt. Die Gründe dafür spiegeln die allgemeine Meinung wieder. Als Hauptgründe werden hohe Gebühren und unglaubliche Schwankungen genannt.

Es bleibt aber nicht nur bei Außenstehenden des Kryptomarkts; Die Nordamerikanische Bitcoin-Konferenz, die nächste Woche in Miami abgehalten werden soll, akzeptiert den Bitcoin nicht mehr für Last-Minute-Tickets.

Langsam und teuer

Anlass für Streitigkeiten waren die Bitcoin-Gebühren, die anfangs etwa $2 (1,65€) betrugen. Jetzt, da die Transaktionskosten bei über $20 (16,50€) liegen, wird Bitcoin nicht mehr nur als Digitalwährung gesehen.

Die Nordamerikanische Bitcoin-Konferenz sagte auf ihrer Webseite, dass Netzwerkstaus und manuelle Bearbeitung zu der Entscheidung, Kryptowährungen nicht mehr als Zahlungsmethode zu akzeptieren, beigetragen hätten.

"Wir haben schon immer Kryptowährungen für unsere Konferenzen akzeptiert und werden das auch, bis zu 14 Tage vor der Veranstaltung, weiterhin tun" schrieben die Organisatoren. "Aber aufgrund der manuellen Eingabe der Daten in unsere Ticketplattform bei Zahlung mit Kryptowährung, haben wir uns entschlossen, Bitcoin-Zahlungen für Last-Minute-Verkäufe nicht mehr anzunehmen, da wir die Drucktermine einhalten müssen."

Digitales Gold

Die veränderte Ansicht zu Bitcoin, könnte der fehlgeschlagenen Einführung von SegWit2x zuzuschreiben sein, was dazu geführt hat, dass der Bitcoin steil angestiegen ist und am Ende des Jahres 13 Mal so stark war als zu seinen Anfängen.

Bitcoin hatte Schwierigkeiten damit, sich als Digitalwährung oder Digitales Gold zu definieren. Aufgrund der Eigenschaften der Kryptowährung, wurde er demokratisch definiert, da SegWit2x aus mehreren Gründen nicht angenommen wurde.

Man dachte, dass SegWit2x dafür sorgen würde, dass die Kosten niedriger und die Netzwerke schneller werden; doch der Wert von Bitcoin als ein Wertspeicher würde wahrscheinlich einbrechen.

Es gab ein großes Interesse daran, dass der Bitcoin zu einem Vermögensgegenstand wird, der exponentiell anstieg. Dies wurde durch die allgemeine Akzeptanz dieser digitalen Währung noch weiter angetrieben. Es schien so, als ob die Gemeinde darauf abzielte, den Bitcoin ein sogenanntes Digitales Gold werden zu lassen.

Nicht dauerhaft

Die sehr fließende Entwicklung des Bitcoin bedeutet, dass es nach wie vor eine nützliche und funktionierende Währung werden kann, wenn die Gemeinde sich dazu entscheidet. Die neueste Änderung, die denkbar wäre, ist das Lightning Network, das bei dem Bitcoin-Größenproblem eine große Hilfe wäre.

Das Lightning Network würde ein intelligentes Handels-Script in das Bitcoin-Netzwerk implementieren, das private Zahlungskanäle zwischen einem Nutzer und allen anderen Nutzern, mit dem dieser Geschäfte abwickelt, öffnen würde. Zusätzlich zu den privaten Zahlungskanälen, bei denen man mit drin ist, hätte jeder Nutzer einen offenen Kanal zur Bitcoin Blockchain.