Joseph Lubin über Ethereum 2.0: ETH bald 1.000 Mal skalierbarer

Der Ethereum (ETH)-Mitbegründer Joseph Lubin sagte, dass die Ethereum-Blockchain in 18 bis 24 Monaten etwa 1.000 mal skalierbarer sein werde. Das merkte Lubin während eines Interviews mit Cointelegraph am 11. Mai an.

Lubin erläuterte, dass diese drastische Steigerung der Skalierbarkeit des Ökosystems durch Ethereum 2.0, auch Serenity genannt, ermöglicht werde. Er erklärte, dass die Entwicklung in vier Phasen unterteilt sei und dass acht Gruppen bereits an der Entwicklung von Clients für die neue Chain arbeiten würden. Lubin versprach ebenfalls:

"In wenigen Monaten sollten wir ein voll funktionsfähiges Testnet haben. Möglicherweise werden wir bis Ende dieses Jahres sogar ein voll funktionsfähiges Ethereum 2.0-Netzwerk der Phase 0 haben."

Lubin erklärte, dass es mehrere Möglichkeiten gebe, die neue Chain mit der alten zu verbinden. Er erklärte, dass Ether-Token von der alten zur neuen Chain übergehen können würden und es dazu noch "Mechanismen, die in beide Richtungen funktionieren", geben könne.

Lubin ging auch auf Bedenken im Zusammenhang mit dem Proof-of-Stake (PoS)-Algorithmus ein und erklärte, dass dieser gründlich erforscht wurde. Damit sei sichergestellt gestellt worden, dass dieser auch nachhaltig funktioniere, bevor die Teams an der Umsetzung von diesem begonnen hätten. Er sagte, dass die Chain mit neuen Funktionen ausgestattet werde, damit sie in mehr Fällen angewendet werden könne. Er nannte dabei private Transaktionen als Beispiel für einen solchen Anwendungsfall.

Wie Cointelegraph Anfang letzter Woche berichtete, hatte der CEO des Kryptoanalyse-Unternehmens Messari prognostiziert, dass der Übergang von Ethereum 2.0 erst um das Jahr 2021 stattfinden würde.

Preston Van Loon, der Mitbegründer der Sharding-Entwicklungsfirma Prysmatic Labs, hat letzte Woche ebenfalls angekündigt, dass nun eine Ethereum 2.0-Testnet-Blockchain eingerichtet worden sei.