Die Umstellung der Ethereum Blockchain auf Proof-Of-Stake (PoS) wird mindestens bis Ende 2021 dauern, wie der Geschäftsführer des Krypto-Forschungsinstituts Messari prognostiziert. Die entsprechenden Äußerungen machte er am 10. Mai auf der Konferenz ConsenSys Ethereal Summit.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Krieg um die Smart Contracts“ wies Messari Geschäftsführer Ryan Selkis auf die Risiken hin, die die Umstellung der Ethereum-Blockchain von Proof-Of-Work (PoW) auf das Proof-Of-Stake Konsensverfahren birgt, da die Funktionsfähigkeit eines PoS-Systems „noch nicht bewiesen ist“.

Laut Selkis ist das derzeitige Proof-Of-Work Konsensverfahren von Ethereum „wohl ziemlich gut und wahrscheinlich auch gut genug“. Demnach ist der jetzige Algorithmus bekannt und kampferprobt, da die Blockchains von Bitcoin und Ethereum schon seit mehreren Jahren auf diesem Verfahren beruhen.

Selkis prognostiziert deshalb, dass der PoW-Algorithmus „mindestens für weitere zwei bis drei Jahre“ der Status Quo bleiben wird, wohingegen die Umstellung auf PoS „länger dauern wird als vermutet“. Dem fügt er an:

„Ich gehe davon aus, dass Proof-Of-Stake und Ethereum 2.0 frühestens Ende 2021 implementiert werden.“

Die Umstellung der Ethereum-Blockchain ist eines der am meisten diskutierten Themen in der Krypto-Community. Durch einen Wechsel von PoW auf PoS soll die Blockchain eine größere Skalierbarkeit erreichen, außerdem sollen damit die Sicherheit und Kosteneffizienz verbessert werden. Des Weiteren soll das Verfahren auch deutlich Strom sparender sein.

Am 7. Mai hatte die Firma Prysmatic Labs berichtet, dass eine erste Testversion der Ethereum 2.0 Blockchain verfügbar ist. Auf einer kürzlichen Telekonferenz der Ethereum-Hauptentwickler wurde derweil bekanntgegeben, dass die erste Phase der Umstellung sogar schon bis Juli 2019 abgeschlossen sein könnte.

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