JPMorgan beschleunigt Geld- und Sicherheitentransfers mithilfe von Blockchain

Die weltweit führende Investmentbank JPMorgan hat eine neue Blockchain-basierte Lösung für Derivate entwickelt, mit der Bargeld- und Sicherheitentransfers beschleunigt werden sollen. Das Tool wurde in Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Fintech-Unternehmen Baton Systems entwickelt und soll die Übertragung an mehrere Clearingstellen in Echtzeit ermöglichen, teilte das Unternehmen am 14. November mit.

Der aktuelle Prozess erfordert, dass Sicherheitenverwalter mehrere Systeme und Berichte manuell koordinieren. Die neue Lösung, die in das firmeneigene Automatisierungssystem von JPMorgan integriert ist, beseitigt angeblich manuelle Eingriffe in den Prozess und beschleunigt so den Workflow.

Der Ankündigung zufolge automatisiert die Plattform Margining- und Collateral-Flows und ermöglicht es Benutzern, den Fluss von Vermögenswerten zwischen JPMorgan und den partizipativen Clearinghäusern zu sehen

In der Ankündigung wird nicht angegeben, ob die Lösung auf der Quorum-Blockchain-Plattform von JPMorgan basiert.

Die neue Plattform soll den Zeitaufwand von Stunden auf Echtzeit reduzieren

Anthony Fraser, Leiter des globalen Clearing- und Handelskostenmanagements bei JPMorgan, merkte an, dass die Technologie die für diese Prozesse erforderliche Zeit von Stunden auf nahezu Echtzeit verkürzte. Er fügte hinzu, dass das System bereits zu schnelleren Zahlungen und einem effizienteren Berichtswesen für alle Parteien im Lebenszyklus von Sicherheiten geführt habe.

Die Blockchain-Technologie wurde bisher bei der Übertragung von Sicherheiten eingesetzt. Im Juni 2019 führte der große Börsenbetreiber Nasdaq erfolgreich ein Blockchain-basiertes Proof-of-Concept (PoC) durch, das eine rund um die Uhr verfügbare Sicherheitenlösung für Wertpapiere bietet. Das PoC ermöglichte den Parteien Berichten zufolge, den Margin Call, die Lieferung der Sicherheiten und den Rückgabeprozess innerhalb von Minuten abzuwickeln.