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Brayden Lindrea
Verfasst von Brayden Lindrea,Redaktionsautor
Felix Ng
Geprüft von Felix Ng,Redakteur

Kalshi verschärft vor Super Bowl Handelsüberwachung

Kalshi verzeichnet in der Woche des Super Bowls zahlreiche Wetten und verschärft angesichts dessen die eigenen Kontrollen.

Kalshi verschärft vor Super Bowl Handelsüberwachung
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Kalshi vermeldet nur wenige Tage vor dem Super Bowl, dass es die Überwachung seiner Prognosemarktplattform durch einen unabhängigen Beratungsausschuss und Partnerschaften ausbaut, um Insiderhandel und Marktmanipulation zu bekämpfen.

Kalshi erklärte am Donnerstag entsprechend, dass der betreffende Ausschuss dem externen Rechtsberater des Unternehmens vierteljährlich einen Überblick geben und Statistiken zu Untersuchungen verdächtiger Aktivitäten auf der Plattform veröffentlichen werde. 

Außerdem arbeitet das Unternehmen mit der Krypto-Handelsüberwachung Solidus Labs und Daniel Taylor, dem Direktor des Wharton Forensic Analytics Lab, zusammen, „um Marktmissbrauch aufzudecken, zu untersuchen und zu bekämpfen“.

Dieser Schritt erfolgt drei Tage vor dem Super Bowl 60, einem der größten Sportereignisse in den USA, bei dem bereits Wetten in Höhe von mehr als 168 Millionen US-Dollar auf Kalshi platziert wurden.

Quelle: Dan Taylor

Auch die Aufsichtsbehörden und der Kongress nehmen Prognosemärkte genau unter die Lupe. So haben Abgeordnete letzten Monat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Handel durch Regierungsinsider einschränken soll, nachdem ein Nutzer von Polymarket viel Geld mit Wetten auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro verdient hatte, die er wenige Tage vor dessen Festnahme durch US-Streitkräfte in Caracas platziert hatte.

Kalshi gehört auch zu einer Handvoll Prognosemärkten, die von US-amerikanischen Aufsichtsbehörden ins Visier genommen werden. Diese behaupten, dass Verträge über Sportereignisse illegales Glücksspiel darstellen, was Kalshi und andere Unternehmen jedoch zurückweisen.

Neben Taylor von Wharton gehört auch Lisa Pinheiro, geschäftsführende Direktorin und Datenwissenschaftlerin bei der Analysis Group, die sich auf Marktmanipulation spezialisiert hat, zum Überwachungsausschuss von Kalshi. Der Anwalt von Kalshi, Robert DeNault, wurde ebenfalls ins Boot geholt, um die Zusammenarbeit mit dem neuen Ausschuss zu koordinieren.

Brian Nelson, ein ehemaliger Beamter des US-Finanzministeriums, der sich mit Terrorismus und Finanzkriminalität befasste, wurde ebenfalls als Berater für Fragen der Handelsüberwachung und Compliance eingestellt.

Kalshi plant Margin-Trading

Die Financial Times berichtete am Donnerstag, dass Kalshi zudem eine behördliche Genehmigung für den Handel von Margin-Trades in den USA beantragt hat.

Mit der Angelegenheit vertraute Personen teilten der FT mit, dass die Genehmigung Teil eines Vorhabens ist, um sich für mehr institutionelle Anleger zu öffnen.

Margin-Trades mit Event-Kontrakten könnten Berichten zufolge wie traditionelle Terminkontrakte strukturiert sein, bei denen Anleger einen Bruchteil des Nennwerts des Kontrakts hinterlegen und bei dessen Abschluss den gesamten Betrag begleichen.

Kalshi soll seit mehreren Monaten mit der Commodity Futures Trading Commission in Verhandlungen stehen, um deartigen Margin-Handel zu ermöglichen.

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