Die Krypto-Börse Kraken startet eine eigene Layer-2-Lösung auf Ethereum. Die L2 Ink soll 2025 starten, noch in diesem Jahr ist der Aufbau eines Testnets geplant. Mit einem klaren Fokus auf DeFi möchte Kraken die Angebote als zentralisierte Krypto-Börse mit einer dezentralen Off-chain Zukunft verbinden.
So beschreibt das Team von Kranken die L2 Ink in der Pressemitteilung wie folgt:
„Ink ist die einzige Blockchain, die von einer großen westlichen Börse unterstützt wird, die sich auf den Aufbau der besten DeFi-Erfahrung konzentriert. Unser Ziel ist es, ein kapitaleffizientes Ökosystem zu schaffen, in dem Innovation gedeiht, die Gemeinschaft im Vordergrund steht und die Vorteile von allen genossen werden.“
Kraken möchte On-Chain-Aktivitäten einfacher machen
Der Zugang zu dezentralen On-Chain-Aktivitäten ist nach Kraken für viele Nutzer derzeit noch kompliziert und abschreckend. Die Interaktion mit dezentralen Anwendungen erfordert zugleich ein technisches Verständnis, hohe Transaktionsgebühren sowie langsame Bestätigungszeiten auf dem Ethereum-Netzwerk machen den Prozess noch herausfordernder. Zudem erschweren Fragmentierung und mangelnde Interoperabilität zwischen verschiedenen Plattformen die Nutzung von DeFi.
Kraken möchte dieses Problem mit seiner Layer-2-Lösung Ink lösen. Ink schafft ein integriertes Ökosystem, das den Nutzern den nahtlosen Zugang zu DeFi-Protokollen und dApps ermöglicht. Durch schnellere und günstigere Transaktionen sowie eine benutzerfreundliche Oberfläche wird die Teilnahme an On-Chain-Aktivitäten erheblich vereinfacht, sodass mehr Menschen von den Vorteilen dezentraler Finanzmöglichkeiten profitieren können.
Layer-2 Ink wird Teil der Optimism-Superchain
Nach der BNB Chain von Binance oder Base von Coinbase möchte auch die bekannte US-Börse Kraken eine eigene Blockchain starten. Geplant ist eine Ethereum-Layer-2, die auf dem OP Stack von Optimism basiert. Hier entsteht eine Superchain, zu welcher fortan auch Krakens L2 Ink gehören soll.
Welcome @inkonchain to the Superchain!@krakenfx is releasing @inkonchain, powered by the OP Stack.
— Optimism (@Optimism) October 24, 2024
Ink will provide a seamless onchain DeFi experience for the crypto-native and crypto-curious, contributing to the adoption of Ethereum. pic.twitter.com/JLkwuJEzk4
Die Superchain von Optimism soll diverse Layer-2-Netzwerke unter einem einheitlichen Framework verbinden, um die Skalierbarkeit und Leistung des Ethereum-Ökosystems zu verbessern. Diese schafft eine interoperable Struktur, die es verschiedenen Protokollen und dApps ermöglicht, effizienter zusammenzuarbeiten und so DeFi zu stärken.
Kraken als Ink-Sequencer: Spätere Dezentralisierung geplant
Kraken plant also im Jahr 2025, mit seiner Blockchain Ink direkt verschiedene DeFi-Anwendungen anzubieten. Nutzer können diese Angebote bequem über die Kraken Wallet-App nutzen. Zu Beginn wird Kraken selbst als Sequencer fungieren, sodass die Plattform für die Verwaltung und Ordnung der Transaktionen verantwortlich ist und daraus sogar Einnahmen erzielt. Zukünftig soll diese Funktion jedoch auf mehrere unabhängige Drittparteien verteilt werden, um eine dezentralere Struktur zu gewährleisten und das Netzwerk weiter zu öffnen.
Cointelegraph berichtete kürzlich, dass Base als Layer-2-Blockchain von Coinbase bereits die Dezentralisierung weiter vorantreiben möchte. Am 30. Oktober wird ein neues „Fault-Proof“-System auf dem Mainnet eingeführt, das die Richtigkeit von Transaktionen überprüft. Dieses System ermöglicht es Nutzern, ungültige Transaktionen zu überwachen und anzufechten, ohne auf Dritte angewiesen zu sein. Base hat dabei eng mit Optimism zusammengearbeitet, das bereits ähnliche Technologien implementiert hat.
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