Der Kryptomarkt erlebte in den vergangenen Handelstagen eine deutliche Korrektur. Bitcoin fiel in den letzten Tagen um rund 5.000 US-Dollar, nachdem alles zwischenzeitlich nach einem neuen Allzeithoch aussah. Doch im Handelspaar gegen den US-Dollar müssen Anleger noch auf neue Rekordstände warten. Die Volatilität stieg zuletzt an, schließlich wartet eine spannende Handelswoche auf Bitcoin und Co. Das erste relevante Ereignis ist die US-Präsidentschaftswahl am morgigen Dienstag.

Kryptowährungen fallen also unmittelbar vor der US-Wahl. Doch der Krypto-Experte Miles Deutscher wagt eine simple Krypto-Prognose:

US-Wahl: Das könnte für Bitcoin passieren

Der Krypto-Analyst Miles Deutscher beschreibt eine starke Korrelation zwischen den Wahlchancen von Donald Trump und der Bitcoin-Kursentwicklung. Seiner Einschätzung nach könnte ein Wahlsieg Trumps einen deutlichen Kursanstieg für Bitcoin bedeuten, da Trump die Kryptowährung unterstützt und sie als strategische Reserve in den USA etablieren will. Umgekehrt könnte ein Sieg von Kamala Harris zu einem Kursrückgang bei der wertvollsten Kryptowährung der Welt führen, da ihre Haltung gegenüber Krypto weniger klar ist.

So fiel der Bitcoin-Kurs zuletzt parallel zu sinkenden Wettquoten für einen Wahlsieg von Donald J. Trump. Hier fielen die Quoten auf Polymarket von fast 70 % für Trump auf aktuell 57 %. Klar scheint nur, dass die Wahl äußerst knapp und umkämpft sein wird. Auch RealClearPolling zeigt ein denkbar knappes Rennen in den sieben entscheidenden Swing-States. In den „Top Battlegrounds“ führt Trump demnach mit 48,5 % gegen Harris mit 47,7 %.

Aktuelle Prognosen sehen eine mögliche US-Wahl mit Donald Trump als Sieger und einer republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus als das leicht wahrscheinlichere. Szenario. Dies könnte zu einer Ausweitung der Staatsausgaben und einer marktfreundlicheren Deregulierung führen, was potenziell risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen beflügeln könnte. Gleichzeitig dürfte die Federal Reserve jedoch weniger Anreize für Zinssenkungen sehen, falls neue Ausgaben die Inflation anheizen. Sollte hingegen Harris gewinnen und das Repräsentantenhaus in republikanischer Hand bleiben, wären umfassende politische Neuerungen schwieriger umzusetzen.

Unklares Ergebnis birgt Crash-Risiko

Eine enge Entscheidung bei den US-Präsidentschaftswahlen könnte derweil zu erhöhter Volatilität im Kryptomarkt führen, warnte FalconX-Analyst David Lawant. In einem Bericht bei Cointelegraph betonte er, dass bei einem zu knappen Wahlausgang zusätzliche Marktschwankungen auftreten könnten, da die Unsicherheit für Unruhe sorge. Für den Kryptosektor, der seit April eher richtungslos tendiere, könnte das Ende der Wahlphase jedoch endlich Klarheit schaffen. Laut Lawant erwarten viele Marktteilnehmer, dass eine geklärte Wahl den Kryptomärkten ein größere Upside bietet. Analysten vermuten zudem, dass ein Sieg Donald Trumps den Markt weiter stärken könnte, da seine Politik als deutlich krypto-freundlicher gilt.

Donald Trump weckt große Krypto-Fantasie

Cointelegraph berichtete kürzlich über Donald Trumps ambitionierte Versprechen zur Förderung der Kryptoindustrie in den USA. Laut Cointelegraph hat Trump in seiner Wahlkampagne 2024 versprochen, dem regulatorischen Druck auf Kryptowährungen ein Ende zu setzen und eine günstige Umgebung für Krypto-Unternehmen in den USA zu schaffen. Er betonte dies bei einer Rede auf der Bitcoin-Konferenz in Nashville, wo er das Ende der "Anti-Krypto-Kampagne" der aktuellen Regierung ankündigte.

Insbesondere möchte er Gary Gensler, den Vorsitzenden der SEC, entlassen, um eine neue Ära der Regulierung einzuleiten. Trump möchte außerdem die Schaffung einer nationalen Bitcoin-Reserve prüfen, um damit den steigenden nationalen Schulden entgegenzuwirken. Ein weiteres Versprechen ist der Schutz des Rechts auf Selbstverwahrung digitaler Vermögenswerte. Trumps Pläne stoßen zwar auf Zustimmung in Krypto-Kreisen. Dennoch bleibt natürlich weiterhin fraglich, ob und wie sie in einem komplexen regulatorischen Umfeld umgesetzt werden könnten.

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