Litecoin Gründer schlägt 1%ige Spende aller Miner zur Weiterentwicklung von LTC vor

Der Litecoin (LTC) Gründer Charlie Lee hat vorgeschlagen, dass Mining-Pools freiwillige Spenden einrichten sollten, um damit die Weiterentwicklung von Kryptowährungen zu fördern.

„Ein besserer Weg, um die Weiterentwicklung zu fördern, wäre es, wenn Mining-Pools freiwillig einen Teil ihrer Block-Belohnung spenden würden“, wie Lee am 24. Januar in einem entsprechenden Tweet erklärt. Dem fügte er an:

„Wie wäre es, wenn die Litecoin Mining-Pools 1% (0,125 LTC) ihrer Block-Belohnungen an @LTCFoundation spenden? Wenn alle sich beteiligen, wären das 1,5 Mio. US-Dollar pro Jahr!“

Wenn tatsächlich alle Litecoin Miner 1% ihrer Block-Belohnungen spenden würden, hätte die Stiftung keinerlei Probleme, das Fortbestehen der Kryptowährung zu sichern, wie Lee gegenüber Cointelegraph bestätigt.

So erklärt er:

„Bei aktuellem Kursstand von LTC entspricht 1% aller Block-Belohnungen ungefähr dem 7-Fachen der Jahresausgaben der Litecoin Foundation. Selbst wenn nur ein kleiner Teil der Miner bereit ist, zu spenden, könnte die Litecoin Stiftung diese Gelder schon sehr gut gebrauchen, um ihre Arbeit an Litecoin Core, Mimble Wimble, LiteWallet und der LN Wallet zu finanzieren und um den jährlichen Litecoin Summit auf die Beine zu stellen sowie die Verbreitung bei Einzelhändlern und Nutzern voranzutreiben.“

Lee betont allerdings, das solche Spenden auf jeden Fall auf freiwilliger Basis getätigt werden sollten: „Es wäre nicht richtig, wenn es nicht freiwillig wäre.“

Geldsorgen

Für Unternehmen ist es in der Regel ohnehin schon eine große Hürde, das nötige Kapital einzusammeln, um Geschäftsbetrieb und Geschäftsentwicklung aufrechtzuerhalten. Für dezentralisierte Unternehmen bzw. Blockchain-Unternehmen gestaltet sich die Lage noch weitaus schwieriger.

So kamen Ende 2019 bereits Gerüchte auf, dass die Litecoin Foundation womöglich Insolvenz beantragen müsse, allerdings dementierte Lee diese Behauptungen am 13. Oktober in einer Twitter-Mitteilung. So schrieb er: „Bitte beachtet diese dummen Falschmeldungen und Lügen nicht. […] Wir haben genug Geld, um noch mindestens 2 Jahre weiterzumachen.”

Der neue Vorschlag von Lee kommt nur kurz nachdem die Bitcoin Cash (BCH) Fürsprecher Roger Ver und Jihan Wu ihrerseits einen Plan vorgestellt hatten, nachdem Miner 12,5% ihrer Block-Belohnungen an eine Organisation in Hongkong spenden müssten, um die Kryptowährung am Leben zu halten und weiterzuentwickeln.

Neue Wege

Um sogenannten 51%-Attacken vorzubeugen, haben Dogecoin und Litecoin ihr Mining 2014 zusammengeschlossen, wodurch mit einem Mining-Vorgang gleich zwei Kryptowährungen „geschöpft“ werden können. Dieser Umstand könnte ein Vorteil für den Plan von Lee sein.

So erklärt dieser in einem zweiten Tweet: „Da wir unser Mining momentan mit dem Dogecoind und anderen Scrypt Coins zusammengeführt haben, bekommen die Miner mehr als 105% der eigentlichen Block-Belohnung ausgezahlt […], weshalb eine 1%ige Spende nur ein relativ kleiner Aufwand wäre.“

Abschließend spielt Lee noch mit dem Gedanken, dass Miner womöglich sogar auswählen können sollen, an welches Litecoin-Projekt ihre Spendengelder gehen würden. So meint er gegenüber Cointelegraph:

„Es ist wichtig, dass sich die Miner auch andere Litecoin Organisation aussuchen können […]. Miner sollten auch an andere Organisationen spenden können, die mithelfen wollen.“