Große japanische Fintech-Firma will dieses Jahr Kryptobörse eröffnen

Die Money Forward Inc., der Betreiber einer der beliebtesten persönlichen Budgetierungs-Apps in Japan, hat in einer Pressemitteilung des Unternehmens vom Mittwoch, 23. Mai, bekannt gegeben, dass sie eine Krypto-Vermögenswert-Börse eröffnen will.

Eine neue Tochtergesellschaft namens MF Financial Co., Ltd., die heute gegründet wurde, wird sich um das neue Kryptobörsenprojekt des Unternehmens kümmern und von einem Mitglied des Labors für Blockchain und virtuelle Währungen von Money Forward geleitet werden.

Die Pressemitteilung beschreibt die Absicht von MF, bis zum Sommer 2018 zunächst eine Krypto-Medienplattform zu eröffnen, gefolgt von einer Krypto-Vermögenswert-Börse und der Entwicklung eines Systems für digitale Überweisungs- und Abrechnungssysteme. Das MF-Labor hat an einem solchen bereits seit Dezember 2017 geforscht.

Ende 2017 hatte das Unternehmen aus Tokio Berichten zufolge 5,5 Millionen Nutzer, wobei über 500.000 japanische Unternehmen und 2.400 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dessen cloudbasierte Software für ihre Steuerbuchhaltung und Rechnungen nutzen.

Das Unternehmen hat heute auch verbesserte Tools für seine Kunden angekündigt, die derzeit Kryptowährungen verwenden, und ihnen ein automatisches Kryptokontenbuch zur Verfügung stellt, das mit Daten von zwanzig in- und ausländischen Krypto-Börsen unterstützt werden kann. Die neuen Tools vereinfachen auch die Einreichung von Steuererklärungen für Benutzer, indem sie ihnen ein automatisiertes Gewinn- und Verlustrechnungstool für ihre Transaktionsverläufe zur Verfügung stellen.

Große japanische Finanzinstitute machen zunehmend Fortschritte bei der Förderung des boomenden Kryptowährungssektors des Landes. Erst gestern hat die Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG), die fünftgrößte Bank der Welt hinsichtlich des Gesamtvermögens, erstmals erfolgreich eine grenzüberschreitende Zahlung mit dem Blockchain Interledger einer thailändischen Bank durchgeführt.

In den vergangenen zwei Wochen hat die MUFG auch enthüllt, dass es eine Partnerschaft mit einer US-Cloud-Delivery-Plattform eingeht, um ein globales Blockchain-basiertes Zahlungsnetzwerk einzuführen sowie Pläne zur Erprobung einer eigenen Kryptowährung bis 2019. Unterdessen kündigte die globale Investmentbank Nomura aus Japan letzte Woche an, dass sie eine Depotbanklösung für digitale Vermögenswerte auf den Markt bringen will, die für institutionelle Investitionen im Kryptobereich gedacht ist.

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