Im Zuge der Liquiditätskrise bei FTX haben zwei große Kryptobörsen angekündigt, dass sie im Laufe des nächsten Monats einen sogenannten Proof of Reserves, auch bekannt als Proof of Funds (PoF) einführen wollen. 

In einem offiziellen Tweet erklärte OKX: "Wir beauftragen Armanino mit der Prüfung und werden so bald wie möglich ein überprüfbaren Merkle POF veröffentlichen." Das Unternehmen listete daraufhin 23 BTC-Adressen und 13 Ethereum-Adressen auf, die einen Teil der Reserven der Börse enthalten.

Bereits in einem vorherigen Tweet hat OKX erklärt, dass ihr PoF "in den kommenden Wochen (innerhalb von 30 Tagen)" bereit sein würde. Diese Aussage wurde nun aktualisiert. Das soll nun "so schnell wie möglich" passieren.

Johnny Lyu, der CEO von Kucoin, kündigte ebenfalls an, dass Kucoin "in etwa einem Monat" Proof of Reserves bieten werde. Er sagte, Kucoin würde mit "maßgeblichen Wirtschaftsprüfungsinstituten" zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass der Proof of Funds das vorhandene Vermögen korrekt darstellt.

Proof of Reserves ist eine Technik, die einige Kryptobörsen verwenden, um nachzuweisen, dass sie über genügend Geld verfügen, um alle Auszahlungen zu garantieren. Ein seriöser dritter Prüfer erfasst alle Kundenguthaben und wandelt sie in einen kryptografischen Merkle-Baum um. Dadurch werden die Daten anonymisiert, um die Privatsphäre zu schützen, aber dennoch können Benutzer damit das Gesamtguthaben der Kunden mit dem Gesamtvermögen der Börse vergleichen.

Die Kryptobörsen Kraken, Bitmex, Gate.io und viele andere Börsen verwenden ähnliche Protokolle. FTX hat hingegen kein solches verwendet. CZ von Binance kommentierte kürzlich, dass alle Börsen PoFs bereitstellen sollten, um sicherzustellen, dass eine Börse keine "fraktionierten Reserven" verwendet. Der Begriff fraktionierte Reserven bedeutet, dass die Reserven das gesamte Kundenguthaben nur teilweise decken.

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