OpenAI, das KI-Unternehmen hinter ChatGPT, konnte eine Urheberrechtsklage abwenden, in der behauptet wurde, es habe Nachrichtenartikel für das Training seines großen Sprachmodells (LLM) missbraucht.
Am 7. November wies ein Bundesrichter in New York laut einem Bericht von Reuters die entsprechende Klage der Nachrichtenagenturen Raw Story und AlterNet ab.
OpenAI ist nur vorerst aus dem Schneider
McMahon wies darauf hin, dass es nicht um den grundsätzlichen Ausschluss von urheberrechtlich geschütztem Material geht, sondern um die konkrete „Verwendung der Artikel der Kläger zur Entwicklung von ChatGPT ohne Entschädigung“.
In diesem Fall betonte McMahon, dass die Art des behaupteten Schadens die Klage jedoch nicht rechtfertige.
OpenAI ist jedoch möglicherweise noch nicht ganz aus dem Schneider. Die Anwälte der Nachrichtenagenturen sagten, sie seien „sicher“, dass sie die Bedenken des Gerichts mit einer geänderten Klage ausräumen könnten.
Im Februar reichten die Nachrichtenagenturen eine Klage ein, in der sie behaupteten, dass Tausende von Artikeln von OpenAI unrechtmäßig verwendet wurden, um ihren Chatbot zu trainieren, der urheberrechtlich geschütztes Material wiedergibt, wenn er korrekt dazu aufgefordert wird.
Im Dezember 2023 reichte dann auch die New York Times eine Klage gegen OpenAI ein, in der sie die unerlaubte Nutzung von „Millionen“ von NYT-Artikeln für das Chatbot-Training vorwarf. Auch Time und The Associated Press haben die Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte durch den KI-Entwickler gerichtlich angefochten.
KI und Journalismus
Seitdem hat das Unternehmen jedoch große Fortschritte bei der Zusammenarbeit mit Nachrichtenorganisationen gemacht, um auf legalem Wege Rechte an Inhalten zu erwerben und so genaue Echtzeit-Nachrichteninformationen als Antworten auf Suchanfragen zu liefern.
Es hat Partnerschaften mit großen Nachrichtenanbietern auf der ganzen Welt geschlossen, darunter die Financial Times, der französische Verlag Le Monde, die spanische Prisa Media und der deutsche Medienriese Axel Springer.
Daher kündigte das Unternehmen am 1. November seine neueste Funktion, die ChatGPT-Suche, an, die es den Nutzern ermöglicht, auf der Grundlage ihrer Fragen im Internet zu suchen und Antworten zu erhalten.
OpenAI ist nicht das einzige KI-Unternehmen, das sich um Partnerschaften mit Nachrichtenorganisationen bemüht. Am 25. Oktober gab Meta, die Muttergesellschaft von Facebook und Instagram, ihren ersten Nachrichtenvertrag mit Reuters bekannt.
Die Partnerschaft wird es dem KI-Chatbot des Unternehmens ermöglichen, bei der Beantwortung von Anfragen direkt auf Reuters-Nachrichtenartikel zu verweisen.
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