Overstocks Medici Ventures investiert in Blockchain-Plattform zur Bekämpfung von Weinfälschungen

Die Risikokaptial-Tochter von Overstock.com, Medici Ventures, hat laut einer am 4. Oktober veröffentlichten Pressemitteilung in das israelische Technologieunternehmen VinX investiert, um eine auf Blockchain basierende Weinfuture-Plattform zu entwickeln. Der genaue Betrag der Investition wurde nicht bekannt gegeben.

Laut der Ankündigung plant VinX, eine Token-basierte digitale Wein-Future-Plattform auf Basis des Bordeaux-Futures-Modells zu entwickeln, die den Handel von Wein-Futures auf einer Blockchain-Plattform ermöglichen wird. Die Initiative geht davon aus, dass dadurch eine sichere Lieferkette geschaffen wird, die die Herkunft der Produkte sicherstellt und somit Betrug in der Weinindustrie reduziert.

Laut der Pressemitteilung haben weltweit 20 Prozent der Weine gefälschte Etikettierung. Berichten zufolge plant VinX, Blockchain einzuführen, um Weinkonsumenten direkt mit Weingütern zu verbinden und angeblich betrügerische Zwischenhändler zu eliminieren. Patrick M. Byrne, CEO und Gründer von Overstock.com, sagte:

"Wie jede andere Wirtschaft hat auch die Weinindustrie Schwierigkeiten, ihre mittelschweren Systeme parallel zu den wachsenden Anforderungen eines wachsenden globalen Marktes zu skalieren. Die Schritte von VinX, Weinfutures zu Tokenisieren und Weinliebhabern Zweifel zu nehmen, ob die von ihnen gekauften Flaschen mit authentischen Weinen gefüllt sind, wird die gesamte Branche als Modell einer neuen Weltwirtschaft positionieren, die alte Netzwerke durch eine reibungslos funktionierende Technologie ersetzt."

Im Mai berichtete Cointelegraph, dass das chinesische Blockchain-Startup VeChain begann, eine Blockchain-Anwendung zu testen, um die Weinlieferkette zu verifizieren und gegen Fälschungen vorzugehen. Statistiken zufolge soll "mindestens die Hälfte des in China konsumierten Chateau Lafite-Rothschilds gefälscht sein".

Im September offenbarte Albert Heijn, Hollands größte Supermarktkette, dass es Blockchain verwendet, um die Produktionskette seines Orangensaftes transparent zu machen. Das System wird Berichten zufolge Daten speichern, die die Qualitäts- und Nachhaltigkeitsbewertungen verschiedener Erzeuger von Obst und Gemüse sowie Informationen über die Früchte selbst aufzeigen.

Eine aktuelle Studie von ReportLinker prognostiziert, dass die Blockchain in der Landwirtschaft und auf dem Nahrungsmittelmarkt in den nächsten fünf Jahren über 350 Millionen Euro wert sein wird. Der Bericht besagt, dass "der Blockchain-Markt aufgrund der steigenden Nachfrage nach Lieferkettentransparenz in den Branchen Landwirtschaft und Nahrungsmittel voraussichtlich wachsen wird", und erklärt, dass Lebensmittelbetrug Schätzungen zufolge die globale Nahrungsmittelindustrie jährlich 43 Milliarden Euro kostet.