Overstock: Gewinnrückgang von 17 Prozent in Q1 2019

Der Online-Einzelhandelsriese und Kryptobranchen-Disruptor Overstock.com hat im ersten Quartal 2019 einen Gewinnrückgang um 17 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2018 verzeichnet, wie der CEO der Firma Patrick Byrne im aktuellen Quartalsbericht vom 9. Mai bekanntgab.

Der Gesamtnettoumsatz von Overstock sank angeblich von umgerechnet 397 Mio. Euro im ersten Quartal 2018 auf umgerechnet 327 Mio. Euro im ersten Quartal 2019. Das Unternehmen verzeichnete im Rahmen seiner Bemühungen, den Einzelhandel wieder rentabel zu machen, auch einen Rückgang der Vertriebs- und Marketingkosten.

Nach einer großangelegten Änderung der Einzelhandelsstrategie, die mit einem starken Umsatzanstieg im Januar 2018 einherging, hat Overstock diese Strategie im August 2018 offenbar gestoppt und ist nun zu einem "disziplinierten Marketing-Ansatz zurückgekehrt", wie Byrne erklärte.

Dabei hat Overstock auch einen Rückgang beim Bruttogewinn um 22 Prozent im ersten Quartal 2019 verzeichnet. Von umgerechnet 83 Mio. Euro im ersten Quartal 2018 fiel dieser damit auf umgerechnet 65 Mio. Euro. Im Bericht heißt es, der Rückgang der Bruttomarge sei hauptsächlich auf gestiegene Frachtkosten zurückzuführen. Byrne erklärte jedoch auch, dass der Anteil aus der Einzelhandelssparte des Unternehmens - das bedeutet: der Bruttogewinn abzüglich der Vertriebs- und Marketingkosten - im ersten Quartal 2019 um 111 Prozent gestiegen sei und für mindestens zwei weitere Quartale so bleiben oder weiter steigen soll.

Neben den finanziellen Ergebnissen enthüllte Byrne auch einige wichtige Pläne und Perspektiven für Overstock im Jahr 2019. In diesem Zusammenhang erklärte der CEO, dass der Kapitalmarkt des Unternehmens für Token bis Mai 2019 der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen würde. In wenigen Wochen soll das Unternehmen sein komplettes Paket mit Technologien und Anwendungen für den Handel mit Wertpapier-Token herausbringen, wie Byrne schrieb.

Vor kurzem hat die Blockchain-Tochtergesellschaft von Overstock namens tZero ihr Ziel für Mitte April verfehlt. Bei diesem Ziel ging es darum, von der chinesischen Investmentfirma GSR Capital und der singapurischen Eigenkapitalgesellschaft Makara Capital 89 Mio. Euro aufzubringen.

Laut der heutigen Pressemitteilung verzeichnete tZero im ersten Quartal 2019 einen Vorsteuerverlust in Höhe von umgerechnet 13,7 Mio. Euro. Im Bericht heißt es auch, dass die auf Krypto bezogenen Verluste von Overstock im ersten Quartal 2018 mit einem Wertrückgang der Kryptowährungen zusammenhingen, zu dem es während des Security Token Offering von tZero kam.

Anfang April wurde berichtet, dass die Kryptobörse Coinbase im Jahr 2018 60 Prozent weniger Umsatz machte als angepeilt war.