Pilotprojekt mit IOTA-Ladestationen für Elektroautos startet die finale Testphase

Ein gemeinsames Pilotprojekt für intelligente Ladestationen für Elektrofahrzeuge von IOTA und dem niederländischen Unternehmen ElaadNL aus dem Bereich E-Mobilität hat die letzte Testrunde begonnen, so ein auf Invade am 11. September veröffentlichter Blogbeitrag.

Im Business Park Arnheim Buiten startete im April das gemeinsames Pilotprojekt von ElaadNL und IOTA mit Ladesäulen, bei denen mit IOTA Strom getankt und bezahlt werden kann.

Für den Betrieb der Ladestation ist kein Backoffice und kein Kommunikationsprotokoll erforderlich: Die Transaktionen werden direkt und ohne Verwendung einer Kundenkarte oder eines Abonnements abgewickelt. Die getestete IOTA-Ladestation arbeitet dabei völlig autonom und übernimmt die Kommunikation und Bezahlung mit dem Kunden. Die Zählerwerte werden dabei alle 15 Minuten im IOTA-Tangle gespeichert.

Bei den bisherigen Testrunden stand die Entwicklung einer reibungslosen Machine-to-Machine Kommunikation und der Abwicklung der Mikrozahlungen über IOTA. Laut Harm van den Brink, IT Architect Smart Grids & Distributed Ledger Technology-Experte bei ElaadNL, wurde die Ladestation mit einem Mini-Tesla bereits ausgiebig getestet. Bei der letzten Testrunde soll nun ein Display zur Anzeige von QR-Codes ergänzt werden, um den Zahlungsvorgang weiter zu vereinfachen.

Die Software und Hardware sei allerdings immer noch sehr experimentell, so van den Brink. Das Testsystem hochzuskalieren und damit für den großflächigen Einsatz zu nutzen, sei seiner Meinung bislang aber nicht möglich.

Nach den letzten Funktionstests dürften sich die Projektpartner wohl zunächst intensiv mit der Entwicklung einer geeigneten Softwareplattform beschäftigen, bevor das System in den Markt eingeführt werden wird.

Auch in Japan wird bereits mit Ladetechnik mit Krypto-Bezahlfunktion experimentiert. Die Chubu Electric Power Company, der drittgrößte Stromversorger in Japan, hat sich mit dem Internet of Things (IoT)-Start-Up Nayuta Inc und der Softwarefirma Infoteria zusammengetan, um die Blockchain-Technologie für Ladevorgänge von Elektrofahrzeugen (EV) und Plug-in-Hybriden zu nutzen.