Obwohl die Krypto-Wettplattform Polymarket angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA zurzeit große öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, behauptet ihr Gründer, dass sein Unternehmen nicht die Absicht hat, als rein politische Website wahrgenommen zu werden.
„Bei Polymarket geht es nicht um Politik. Die Vision war nie, eine politische Website zu sein, und das ist sie auch heute nicht“. Vom ersten Tag an war es das Ziel, „die Macht der freien Märkte zu nutzen, um die realen Ereignisse zu entmystifizieren, die für die Menschen am wichtigsten sind“, erklärte Polymarket-Gründer Shayne Coplan in einem Beitrag vom 25. Oktober.
Coplan dementiert politische Parteinahme
Coplan wies auch Gerüchte zurück, wonach es sich bei den Machern der Plattform um Anhänger der „Demokraten“ handele oder sie politisch voreingenommen seien.
„Leider ist die Geschichte nicht so spannend, wir sind einfach nur Marktfreaks, die glauben, dass Prognosemärkte der Öffentlichkeit eine dringend benötigte alternative Datenquelle bieten“, so Coplan.
„Polymarket ist streng überparteilich. Uns wird mal gesagt, wir seien Demokraten und dann wieder Republikaner, je nach Tageslaune.“
Er erklärte, dass die Plattform mit dem Näherrücken der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten im November „ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt“ sei, da die Menschen es „satt“ hätten, Experten und „inkongruenten Umfragen“ zu glauben.
„Der Anstieg der Popularität von Polymarket korreliert mit der richtigen Vorhersage des Ausstiegs von Biden [aus dem Wahlkampf]“, so Coplan weiter.
Politik als Türöffner für Prognosemärkte?
Coplan hofft, dass „die Politik der erste Schritt ist, um die Massen dazu zu bringen, den Wert von marktbasierten Prognosen zu erkennen“.
Am 7. Oktober berichtete Cointelegraph, dass der Technologie-Milliardär Elon Musk kürzlich eine Welle des Interesses an Polymarket ausgelöst hat, nachdem der Milliardär sagte, dass die Website die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen 2024 genauer vorhersagen könne als herkömmliche Umfragen.
Zum Zeitpunkt von Musks Beitrag lag Donald Trump mit einem Vorsprung von etwa drei Prozentpunkten vor der demokratischen Kandidatin Kamala Harris.
„Trump führt jetzt bei den Wettmärkten mit 3 % vor Kamala. Diese sind genauer als Umfragen, denn es hier wird echtes Geld eingesetzt“, so Musk.
Am 20. Oktober löste Trumps aktueller 20-Punkte-Vorsprung bei den Präsidentschaftswahlen gegenüber der Vizepräsidentin Kamala Harris auf dem Polymarket jedoch Bedenken aus, dass der Markt manipuliert sein könnte.
Tarek Mansour – der Gründer der Wettplattform Kalshi – bekräftigte allerdings, dass die Ergebnisse genau sind und nicht durch anorganische Manipulationen verursacht wurden, als er vergleichbare Daten seiner eigenen Plattform vorstellte.
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