Hauptverdächtiger im 20 Mio. Euro Bitcoin-Betrug in Thailand festgenommen

Der thailändische Staatsbürger Prinya Jaravijit, der angeblich einen finnischen Bitcoin-Investor (BTC) um 20 Millionen Euro betrogen hat, wurde kürzlich am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok festgenommen, berichtet die Bangkok Post am Freitag, den 12. Oktober.

Nach Angaben der Zeitung kam Jaravijit in Bangkok auf einem Flug aus Südkorea auf dem Weg von den USA an, wo er angeblich zwei Monate nach der Inhaftierung seines Bruders im Zusammenhang mit dem gleichen Verbrechen verbrachte.

Kurz nach der Festnahme wurde Jaravijit, der wegen Betrug und Geldwäsche gesucht wurde, an die örtliche Polizei übergeben, wo er verhört wurde. Seine Anwälte bereiten Berichten zufolge eine Kaution vor.

Laut der Bangkok Post hat sich im Januar der finnische Investor Aarni Otava Saarimaa zusammen mit seinem thailändischen Geschäftspartner Chonnikan Kaewkasee bei der Thailändischen Verbrechensbekämpfungsabteilung (CSD) beschwert. Sie behaupteten, dass Jaravajit zusammen mit sechs anderen Verdächtigen sie dazu gebracht hatte, BTC in Höhe von 20 Millionen Euro in ein System zu investieren, das drei Unternehmen und eine auf Glücksspiel ausgerichtete Krypto-Token Dragon Coin (DRG) umfasste.

Saarima und Kaewkasee erhielten jedoch weder aus der so genannten Anlage den Nachweis einer Beteiligung an der DRG, noch wurden sie zu einer Aktionärsversammlung eingeladen. Die CSD gibt an, dass die Gelder aus ihren BTC-Wallets abgezogen, in Baht umgewandelt und dann von den mutmaßlichen Betrügern ausgegeben wurden.

Wie Cointelegraph zuvor berichtete, wurde der Fall öffentlich bekannt, als der Seifenopern-Schauspieler Jirapisit "Boom" Jaravijit - Prinyas jüngerer Bruder - im August festgenommen wurde.

Im Oktober beschlagnahmte das thailändische Geldwäschebüro 5,5 Mio. Euro von Jaravijits Familie und anderen mit dem Fall verbundenen Personen und bereitet sich darauf vor, die Verdächtigen mit Betrug zu belasten.

Nach der Festnahme seines Bruders soll Prinya Jaravijit Berichten zufolge in die USA geflohen sein, um Anklagen zu entgehen. Er wurde angewiesen, bis zum 8. Oktober nach Thailand zurückzukehren, tat dies jedoch nicht. Das thailändische Außenministerium widerrief daraufhin seinen Pass, der seinen weiteren Aufenthalt in den USA illegal machte.