Israelische Firma lässt sich Blockchain-Tracking von Cannabispflanzen patentieren

Das an der australischen Börse notierte Unternehmen Security Matters hat in den USA ein Patent für ein Blockchain-System zum Tracking der Lieferkette von Cannabis eingereicht.

Mit dem System können Cannabispflanzen und die daraus entstehenden Produkte markiert, nachverfolgt und verwaltet werden, wie ZDNet am 3. September berichtet.

Nachverfolgung per Blockchain

Security Matters, eine Firma, die in Australien börsennotiert ist, aber in Israel sitzt, beantragt im Rahmen des Patents unter anderem eine Methode, die es ermöglicht, Cannabispflanzen chemisch zu „markieren“ und diese so eindeutig identifizierbar zu machen. Dadurch soll detailliert nachverfolgt werden können, welche Pflanzen für welche Produkte genutzt werden.

Das entsprechende chemische Mittel hat das Unternehmen eigens entwickelt und kann für jegliche Art Material als „Barcode“ angewandt werden, egal ob sich das betreffende Material im festen, flüssigen oder gasförmigen Zustand befindet:

„Der chemische Marker kann auf den Samen oder die Pflanze durch Benetzung, Bewässerung und Befruchtung aufgetragen werden und wird zur Identifizierung und Nachverfolgung der Pflanzen bzw. von deren Produkten eingesetzt.“

Wird der chemische Marker dann eingelesen, werden die zugehörigen Daten einer jeweiligen Pflanze sichtbar, die wiederum auf der Blockchain gespeichert werden. Durch die Blockchain-Technologie soll dabei für Transparenz und Sicherheit der gespeicherten Daten gesorgt werden.

Haggai Alon, der Geschäftsführer von Security Matters, erklärt in diesem Zusammenhang, dass das eigene System zwei entscheidende Problemstellungen der Cannabisbranche löst, einerseits, die Herkunft einer jeweiligen Pflanze nachweisen zu können und andererseits, sicherstellen zu können, für welchen Zweck diese wiederum weiterverarbeitet wird:

„Unsere Technologie kann beide Problemstellungen lösen und braucht dafür keine genetische Modifikation, die die Cannabispflanze negativ beeinflussen würde.“

In Australien ist der Konsum von Cannabis illegal, allerdings ist unter bestimmten Voraussetzungen eine medizinische Nutzung erlaubt.

Sowohl die Blockchain- als auch die Cannabisbranche sieht sich mit einer schwierigen Rechtslage konfrontiert, ironischerweise könnte die Kooperation der beiden Branchen dazu beitragen, dass die gesellschaftliche Anerkennung für beide Seiten wächst.

Anfang August hat der amerikanische Bundesstaat Arizona erstmals ein Blockchain-Projekt, das in der Cannabisbranche tätig ist, in sein Fintech-Förderprogramm aufgenommen.