Der russische Premierminister Dmitri Medwedew glaubt, dass die Regulierung von Kryptowährung nicht nur in einem Land stattfinden, sondern eine gemeinsame Aktion aller Länder in der Eurasischen Wirschaftsunion (EAEU) sein sollte. Das geht aus einem Bericht des Business-Journals Vedomosti von heute, 2. Februarб hervor.

Medwedew hat heute auf einer Pressekonferenz in Almati, Kasachstan, mit dem Untertitel "Digitale Agenda im Zeitalter der Globalisierung" gesprochen. Dabei ging es um die Notwendigkeit einer Regulierung auf internationaler Ebene, besonders in Hinblick auf die EAEU, deren Mitglieder Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan und Russland sind:

"Es ist unmöglich, diese Prinzipien [die Kryptowährungen regeln] in einem Land einzuführen, unser Ansatz sollte mehr in Richtung Unionsebene gehen."

Im Dezember 2017 hatte Putin vorgeschlagen, eine neue, multinationale Kryptowährung zu schaffen, die in allen EAEU- und BRICS-Ländern eingeführt werden sollen. Dadurch würden Blockchain- und Smart-Kontrakte in diesen aufstrebenden Märkten möglich werden.

Obwohl Medwedew sich nur auf die EAEU bezogen hat, wiederholte er diese Idee eines multinationalen Krypto-Regulierungsmodells in Hinblick auf Bezahldienste und nicht nur auf das Blockchain-Protokoll:

"Wir sollten uns jedenfalls nicht nur auf nationale Modelle beschränken. Meine Kollegen haben hier gesagt, dass Kryptowährungen zum Bezahlen genutzt werden können. Wir sollten da mit Bedacht handeln, da unsere Wirtschaften stark und eng miteinander verbunden sind."

Im März 2017 hat Medwedew das Ministerium für Kommunikation und das Ministerium für Wirtschaftswachstum dazu aufgerufen, mit Forschungen zur potenziellen Anwendung von Blockchain bei der Regierung zu beginnen.

Erst kürzlich hat Medwedew auf dem Gaidar Forum im Januar Kryptowährungen kritisiert. Er sagte dort, dass sie eine Wirtschaftsblase seien, die letzten Endes verschwinden wird. Doch die Blockchain-Technologie solle bleiben.

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