Russland: Sberbank soll Energieriesen Rosseti in Sachen Blockchain beraten

Russlands größte mehrheitlich staatliche Bank, die Sberbank, hat einen Partnerschaftsvertrag mit dem staatlichen Energiekonzern Rosseti unterzeichnet, in dessen Rahmen neue Technologien gefördert werden sollen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Freitag, 5. Oktober, hervor.

Die Sberbank engagiert sich derzeit für Innovationen, wie zum Beispiel Blockchain. Daher werden die Bank und Rosseti bei einer Reihe von Projekten zusammenarbeiten. Dabei geht es beispielsweise um Beschleuniger, Bildung, Forschungsstudien und den Austausch von Fachwissen.

Die Sberbank wird auch einen Berater zu Rosseti schicken, um "die Effizienz ihrer laufenden Geschäfte und die Leistung zu steigern". Das Energieunternehmen erhält auch Zugang zu einer Reihe von "innovativen Laborentwicklungen" und Produkten aus dem Ökosystem der Sberbank.  

"Die strategische Partnerschaft zwischen Sberbank und Rosseti im innovativen Wachstumsfeld ermöglicht es beiden Unternehmen, die neuesten Technologien einzusetzen, um ihre Geschäfts- und Kundenzufriedenheit zu steigern", kommentierte Herman Gref, der CEO der Sberbank.

Da die rechtliche Lage in Bezug auf Kryptowährungen - deren Nutzung, Mining und andere Aktivitäten - in Russland weiterhin eine undefinierte Grauzone ist, bis formale Vorschriften zu Gesetzen werden, hat die Regierung dem Blockchain-Bereich ihre volle Unterstützung zugesagt.

Seit der ersten Implementierung der Technologie auf Regierungsebene im Dezember 2017 werden laufend verschiedene Initiativen durch die einflussreichsten Unternehmen des Landes lanciert.

Die Sberbank war im Juli Teil einer Zweiparteieninitiative, bei der es um die Auflage des ersten russischen Kryptowährungsfonds ging. Sie hatte zuvor ihr Interesse daran signalisiert, Kryptowährungshandel für Kunden in ihrer Schweizer Filiale einzuführen.