Das Solana-Netzwerk fiel in der Nacht von Samstag auf Sonntag sieben Stunden lang aus. Grund dafür waren viele Transaktionen von Bots, die Non-fungible Token (NFT) prägen.
Vier Millionen Transaktionen oder 100 Gigabit Daten pro Sekunde verstopften das Netzwerk, was dazu führte, dass die Validierer aus dem Konsens herausgeschmissen wurden und Solana am Samstag um etwa 20:00 Uhr UTC ausfiel.
Erst sieben Stunden später, am Sonntag um 3:00 Uhr UTC, konnten die Validierer das Mainnet neu starten.
Validator operators successfully completed a cluster restart of Mainnet Beta at 3:00 AM UTC, following a roughly 7 hour outage after the network failed to reach consensus.
— Solana Status (@SolanaStatus) May 1, 2022
Network operators an dapps will continue to restore client services over the next several hours. https://t.co/ezqEYQYKWl
Die Bots haben sich auf eine beliebte Anwendung namens Candy Machine konzentriert, die von Solana NFT-Projekten verwendet wird, um Kollektionen herauszubringen. In einem Twitter-Post von Metaplex bestätigte das Unternehmen, dass der Datenverkehr von Bots auf seiner App teilweise für den Netzwerkausfall verantwortlich war.
Today #Solana mainnet-beta went down partially due to botting on the Metaplex Candy Machine program. To combat this, we have merged and will soon deploy a botting penalty to the program as part of a broader effort to stabilize the network. https://t.co/QaAZT3VxXz
— Metaplex (@metaplex) May 1, 2022
Metaplex teilte mit, es werde eine Gebühr in Höhe von von 0,01 Solana (derzeit etwa 0,89 US-Dollar) für Wallets erheben, die versuchen, eine ungültige Transaktion durchzuführen. Der Firma zufolge machen das "typischerweise Bots, die blind versuchen, Coins zu prägen".
Durch den Ausfall ist der Kurs von SOL, dem nativen Coin der Blockchain, um fast 7 Prozent auf 84 US-Dollar gefallen. Der Kurs hat sich seither wieder auf knapp über 89 US-Dollar erholt.
Mit diesem Ausfall ist es nach eigenen Angaben bereits das siebte Mal in diesem Jahr, dass Solana einen Ausfall verzeichnet hat. Zwischen dem 6. und 12. Januar 2022 hatte das Netzwerk Probleme, die zu teilweisen Ausfällen führten, die zwischen 8 und 18 Stunden dauerten.
Solana erklärte, dass "rechenintensive Transaktionen" zu einer Reduzierung der Netzwerkkapazität auf "mehrere tausend" Transaktionen pro Sekunde (TPS) führen würden. Das ist weit unter den gemeldeten 50.000 TPS.
Das Netzwerk ist zwischen dem 21. und 22. Januar über 29 Stunden lang ausgefallen, weil übermäßig viele Doppeltransaktionen erneut zu einer Überlastung des Netzwerks und zu Ausfällen in der Blockchain führten.
In diesem Zusammenhang: Skalierbarkeit oder Stabilität? Ausfälle im Netzwerk von Solana zeigen: Es gibt noch viel zu tun
Im September 2021 kam es bei Solana zu einem größeren Ausfall, bei dem das Netz über 17 Stunden lang offline war. Solana führte diesen Ausfall auf einen sogenannten DDoS-Angriff auf ein Initial Decentralized Exchange Offering zurück, bei dem Bots das Netzwerk mit 400.000 TPS spammten. Branchenbeobachter kommentierten diesen Ausfall des "Ethereum Killers".
Solana sollte ab jetzt Geschäftszeiten angeben.
— pseudotheos in (@pseudotheos) May 1, 2022
Solana war am Wochenende nicht das einzige Netzwerk, auf dem es zu extrem vielen Transaktionen und einem darauffolgenden Ausfall im Zusammenhang mit NFTs kam. Die Transaktionskosten bei Ethereum stiegen aufgrund der Ausgabe von 55.000 NFTs durch Yuga Labs auf durchschnittlich über 450 US-Dollar. Einige Nutzer haben sogar bis zu 5 Ether oder 14.000 US-Dollar an Gasgebühren für Transaktionen und noch viel mehr für die Prägung dieser NFTs ausgegeben.
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