Eine kürzliche Analyse der Forschungsfirma Gartner hat die potenziellen Vorteile von Blockchain-basierten Smart Contracts für Unternehmen erläutert und ist dabei zu einem gemischten Ergebnis gekommen.
Die Studie wurde am 30. Januar veröffentlicht und kam zu dem Schluss, dass Smart Contracts insgesamt etwas Positives für die Unternehmen wären. Gartner warnte allerdings, dass die festgelegten Bedingungen für Smart Contracts die Verfügbarkeit von Daten für Unternehmen einschränken könnten:
"Dieser Aspekt könnte zu einer schlechteren Position führen, als wenn man sich gegen Blockchain-basierte Smart Contracts entscheiden würde. Die Gesamtverfügbarkeit der Datenbestände eines Unternehmens würde damit bis 2023 um 30 Prozent sinken."
Nichtsdestotrotz kann ein Unternehmen erwarten, dass die Qualität der Daten bis 2023 um 50 Prozent steigen würde, wenn es sich für Blockchain-basierte Smart Contracts entscheidet, so Lydia Clougherty Jones, Forschungsleiterin bei Gartner.
Smart Contracts insgesamt ein Plus
Auch wenn die Verfügbarkeit bestimmter Datenbestände möglicherweise eingeschränkt werde, würde laut Gartner die Nutzung von Blockchain-basierten Smart Contracts tiefgreifende und vorteilhafte Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung in Unternehmen haben. Smart Contracts würden auch den Investmentertrag bei Daten und Analysen steigern.
Eine automatisierte und kontinuierliche Überprüfung würde sicherstellen, dass die Datenqualität zuverlässiger und vertrauenswürdiger wird. Damit könne die Entscheidungsfindung transparenter, effizienter und granularer sein, wie es in der Studie heißt.
Die Forschungsleiterin Clougherty Jones sagte, das der Einsatz die Kosten für Dritte, etwa Bankiers, Treuhänder oder Anwälte, reduzieren würde. Anstelle von diesen bietet der Grundsatz "Code ist Gesetz" einen fast vollständig sicheren, vertrauenswürdigen Austausch:
"Sind sie einmal eingesetzt, können Blockchain-basierte Smart Contracts nicht mehr verändert und widerrufen werden. Das wird durch einen unveränderlichen Code erzielt, der eine verbindliche Verpflichtung erzwingt, etwas in der Zukunft zu tun oder nicht zu tun."
Die Analysten von Gartner raten dazu, Smart Contracts zu testen, um grundlegende Geschäftsprozesse zu automatisieren. Als Beispiele nannten sie etwa die Verteilung nicht-sensibler Daten oder grundlegende Vertragsinformationen für Verwaltungszwecke.
Bei Erfolg können diese Pilotprojekte dann auf die Automatisierung von Mehrparteienverträgen mit externen Partnern innerhalb eines festgelegten Ökosystems ausgeweitet werden. Etwa in den Bereichen Banking, Finanzen, Immobilien, Versicherungen und Versorgung.
In den Ländern des asiatisch-pazifischen Raums wie Singapur und Australien wird die Technologie schneller angenommen. Unternehmen weltweit sollten eine proaktivere Haltung einnehmen, so das Fazit des Berichts.
Neues Ethereum-Datenschutz-Netzwerk auf Basis von Smart Contracts
Am 1. Februar wurde das Datenschutznetzwerk Aztec offiziell auf der Ethereum-Blockchain lanciert. Mit Hilfe der Zcash-Technologie, das zusammen mit dem Smart Contract Cryptography Engine von Aztec verwendet wird, sollen drei wichtige Eckpfeiler für den Datenschutz im Netzwerk geliefert werden. Der Aztec-CEO Thomas Walton-Pocock erklärte gegenüber Cointelegraph, der letzte davon "wird schließlich die Ausführung privater Smart Contracts in einer einzigen vertrauenswürdigen Umgebung ermöglichen".
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