Die in der Schweiz ansässige Global Digital Asset Banking-Gruppe Sygnum wird im Namen ihres Kunden Matter Labs 50 Millionen US-Dollar in den Fidelity Institutional Liquidity Fund investieren. Die Tokenisierung dieser Gelder ist der erste Schritt in der langfristigen Strategie von Matter Labs, seine gesamten Treasury-Reserven bei institutionellen Verwahrern auf die Chain zu bringen.
Das Geld wird auf der Ethereum-basierten zkSync Layer-2-Blockchain, die von Matter Labs kuratiert wird, tokenisiert. Die tokenisierten Gelder werden einen Teil der Bestände von Matter Labs im Fidelity Institutional Liquidity Fund darstellen, einem offenen 6,3-Milliarden-Dollar-Dachfonds für Geldmarktfonds mit Sitz in Irland.
Die Fonds sollen Transparenz für den Nachweis der Reserven von Matter Labs schaffen. Marco Cora, Senior Vice President of Business and Operations von Matter Labs, sagte in einer Stellungnahme dazu: "Die Übertragung von 50 Mio. US-Dollar unserer Treasury-Reserven auf die zkSync-Blockchain unterstreicht die institutionelle Sicherheit und unser Engagement für Transparenz."

Es ist das erste Mal, dass Sygnum traditionelle Wertpapiere tokenisiert hat. Mathias Imbach, Mitbegründer und CEO von Sygnum, kommentierte den Deal auf dem Digital Asset Summit 2024, der derzeit in London stattfindet. Er sagte dazu:
"Wir glauben an öffentliche, permissionless Blockchains, aber gleichzeitig glauben wir an Compliance und den Wert von Compliance, Regulierung, etc. Wir sehen also eine Rolle darin, den verschiedenen Akteuren des Ökosystems bei der Zusammenarbeit zu helfen."
Die zkSync-Blockchain wurde 2018 gegründet, um Ethereum-DApps Skalierbarkeit zu bieten. Ihr öffentliches Mainnet wurde im April 2023 gestartet, nachdem sie im November 2022 200 Millionen US-Dollar in einer Serie-C-Finanzierungsrunde erhalten hatte. Es erreichte am 10. März einen Höchststand von 870 Millionen US-Dollar an Total Value Locked (TVL) und hatte am 19. März 715 Millionen US-Dollar TVL, laut L2BEAT.
Sygnum behauptete im Jahr 2020, die erste Bank zu sein, die ihre eigenen Vermögenswerte tokenisiert. Im selben Jahr hat sie ihren Kunden Zugang zu Kryptowährungen angeboten, dabei zunächst Internet Computer und Tezos, im folgenden Jahr Ether und Cardano im Jahr 2022.
Die Sygnum-Tochtergesellschaft in Singapur erhielt im Oktober 2023 eine Lizenz als "großes Zahlungsinstitut", durch die sie akkreditierten Anlegern und Institutionen Krypto-Brokerage-Dienste anbieten darf. Sygnum akzeptiert keine Kunden aus den Vereinigten Staaten.
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