Drei Brüder aus Thailand zu Bitcoin-Betrug vor Gericht: "Nicht schuldig"

Drei Thailänder, die derzeit wegen mutmaßlicher Betrügereien mit Bitcoin (BTC) im Wert von umgerechnet rund 21 Mio. Euro vor Gericht stehen, haben vor dem Strafgericht von Bangkok auf "nicht schuldig" plädiert. Das geht aus einem Bericht der thailändischen Zeitung Bangkok Post vom Mittwoch, 7. November, hervor.

Während der Anhörungen warf die thailändische Staatsanwaltschaft den drei Angeklagten und sechs Komplizen vor, den 21-jährigen finnischen Investor Aamai Otava Saarimaa im Jahr 2017 betrogen zu haben. Aus den Ermittlungen ging hervor, dass er überredet wurde, Aktien von Expay Software Co zu kaufen, in einen auf Glücksspiel fokussierten Krypto-Token namens Dragon Coin (DRG) zu investieren und 500 Millionen Aktien der DNA (2002) Co zu kaufen. Das tat er folglich auch, indem er Kryptowährungen auf die Wallets der Geschwister schickte.

Die Staatsanwaltschaft behaupten, dass die Familie Jaravijit nach Erhalt des Geldes mehrere Grundstücke in Thailand gekauft habe. Saarimaa erhielt keine Rendite und beschwerte sich später bei der thailändischen Behörde für Kriminalitätsbekämpfung CSD.

Die drei Jaravijit-Geschwister, denen Verschwörung zum Betrug und Geldwäsche vorgeworfen wird, haben kürzlich auf "nicht schuldig" plädiert.

Zwei der Geschwister, Jiratpisit (ein thailändischer Schauspieler, der als "Boom" bekannt ist) und Supitcha, wurden im August verhaftet und dann gegen eine Kaution von jeweils umgerechnet rund 53.000 Euro freigelassen. Der ältere Bruder Prinya Jaravijit schaffte es, in die USA zu fliehen, um einer Anklage zu entkommen.

Im Oktober jedoch hat die thailändische CSD den Pass von Prinya Jaravijit annulliert. Damit wurde sein Aufenthalt in den USA illegal, was ihn zur Rückkehr zwingen sollte. Nach seiner Ankunft in Bangkok kam Jaravajit dann ohne Kaution in Haft und befindet sich derzeit in der Untersuchungshaftanstalt in Bangkok.