Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den BRICS-Staaten mit 100-prozentigen Zöllen gedroht, sollten sie versuchen, den US-Dollar als Leitwährung zu ersetzen. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social forderte Trump die Länder auf, keine neue BRICS-Währung zu schaffen oder andere Währungen zu unterstützen, die den US-Dollar ablösen könnten. Andernfalls würden sie den Zugang zum US-Markt verlieren.

Hintergrund: Bestrebungen zur Entdollarisierung

Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – haben in den letzten Jahren verstärkt versucht, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Insbesondere Russland und China streben nach Alternativen, um den Einfluss der USA auf das globale Finanzsystem zu verringern. Beispielsweise haben China und Brasilien im März 2023 ein Abkommen geschlossen, um Handel in ihren jeweiligen Landeswährungen abzuwickeln.

Trumps Drohungen gegenüber den BRICS-Staaten sind Teil einer umfassenderen Handelspolitik, die auf hohe Zölle setzt, um amerikanische Interessen zu schützen. Bereits zuvor hatte er angekündigt, Zölle von 25 % auf Importe aus Kanada und Mexiko sowie 10 % auf chinesische Waren zu erheben. Diese Maßnahmen stoßen international auf Kritik und könnten zu Handelskonflikten führen.

Auswirkungen auf die globale Wirtschaftsordnung

Die Bestrebungen der BRICS-Staaten, eine eigene Währung einzuführen, könnten die Dominanz des US-Dollars im internationalen Handel herausfordern. Allerdings stehen sie vor erheblichen Herausforderungen, da die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen in den BRICS-Ländern sehr unterschiedlich sind. Zudem könnte die harte Handelspolitik von Donald Trump die globalen Wirtschaftsbeziehungen weiter belasten und zu einer Fragmentierung des Welthandels führen.

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