Britische Nahrungsmittelstandardbehörde führt Blockchain-Pilotprojekt für Nahrungmittellieferkette durch

Die britische Nahrungsmittelstandardbehörde (FSA) hat erfolgreich einen Pilotprojekt mit Blockchain-Technologie durchgeführt. Das geht aus einer Bekanntgabe vom 2. Juli hervor. Das war Berichten zufolge das erste Mal, dass eine Blockchain als Regulierungsinstrument eingesetzt wurde, um die Einhaltung der Vorschriften im Lebensmittelsektor zu gewährleisten.

Das Pilotprojekt wurde in einem Rinderschlachtbetrieb durchgeführt, in dem sowohl die FSA als auch der Schlachtbetrieb Zugang zu Daten hatten, um die Transparenz in der Nahrungsmittelversorgungskette zu verbessern. Im Juli will die Behörde ein weiteres Pilotprojekt starten, das den Landwirten den Zugang zu Daten über Tiere aus ihrem Betrieb ermöglicht. Sian Thomas, Leiter für Informationsverwaltung, sagte:

"Unser Ansatz war es, mit der Industrie Datenstandards zu entwickeln, die die Theorie Wirklichkeit werden lassen. Und ich freue mich, dass wir zeigen konnten, dass Blockchain in diesem Teil der Lebensmittelindustrie tatsächlich funktioniert. Ich denke, das ist jetzt eine großartige Gelegenheit für Industrie und Regierung, zusammenzuarbeiten, um diesen Ansatz zu erweitern und weiterzuentwickeln."

Die FSA erklärt, dass sie in Zukunft versuchen wird, das Programm in anderen Betrieben zu replizieren. Damit die Blockchain dauerhaft implementiert werden kann, müsse es sich um eine Initiative der Industrie handeln, da das aktuelle Datenmodell nur für die Erfassung und Kommunikation der Prüfergebnisse verwendet werde.  

Blockchain wird im Lieferketten-Sektor immer dynamischer, wodurch das Bestandsmanagement reduziert und die Effizienz gesteigert werden kann. Vor kurzem hat sich eine Gruppe von Unternehmen, darunter Walmart, Nestlé SA, Dole Food Co., Driscoll's Inc., Tyson Foods Inc. und Unilever NV, mit IBM zusammengetan, um die Blockchain-Technologie zur weltweiten Verfolgung von Lebensmitteln durch ihre Lieferkette einzusetzen.

Letzten Monat hat sich Microsoft mit einem Anbieter von Supply-Tracking-Lösungen namens Ardents zusammengetan, um eine neue Produkt-Tracking-Plattform unter Verwendung von Blockchain und Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Berichten zufolge bietet das System eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette von Anfang bis Ende, so dass Benutzer einzelne Produkte innerhalb eines Falles verfolgen können.