Risikokapitalgeber Lightspeed steckt 1,5 Mrd. Euro in neue Fonds - einschließlich Krypto

Die amerikanische Risikokapitalgesellschaft Lightspeed Venture Partners hat 1,5 Mrd. Euro erhalten, welche in Startups aus diversen Bereichen, darunter auch digitale Währungen, investiert werden sollen, wie Reuters am 10. Juli berichtete.

Lightspeed sagte Reuters, dass der Löwenanteil der Gelder von 0,9 Mrd. Euro in reifere Firmen investiert werden soll. Das Unternehmen plant die Expansion nach Südostasien, indem sie aktive Firmen aus diversen Bereichen - von Kryptowährungen und Biotechnologie bis hin zu Kosmetik - unterstützt.

Da sich Startups eher auf Risikokapital als auf die öffentlichen Märkte verlassen, wird Lightspeed im Abstand von einigen Jahren wiederholt in dieselben Firmen investieren, um eine signifikante Beteiligung aufrechtzuerhalten. Jeremy Liew, ein Partner bei Lightspeed, sagte Reuters, dass dieser Trend "im Laufe der Zeit nur beliebter geworden ist und darin resultiert hat, dass auch unsere Fonds mit der Zeit größer geworden sind".

Zur gleichen Zeit argumentierte ein anderer Lightspeed-Partner, Ravi Mhatre, dass die Bereitstellung von "500 Millionen Dollar oder eine Milliarde Dollar eine Königsmakerstrategie sein kann. Aber es ist kein Ersatz für den Aufbau eines dauerhaften Unternehmens."

Laut den Partnern wird es eine Herausforderung für Lightspeed, aufgrund des Erfolges vorhergegangener Fonds gewisse Performance-Erwartungen zu erfüllen. Alte Fonds der Firma haben Investoren seit Beginn des Jahres 2017 rund 2,3 Mrd. Euro in Gewinnen eingebracht. Laut Reuters haben von Lightspeed unterstützte Firmen in den letzten fünf Jahren 17 Börsengänge (IPO) abgehalten. Liew sagt:

"Wenn sie einen Moment der Firma herausheben wollen, war es sicher das Snap-IPO. Aber in der Realität war es ein Jahrzehnt harter Arbeit und alles hat zur selben Zeit Früchte getragen."

Lightspeed Venture Partners ist traditionell eine Investmentfirma, die in den frühen Entwicklungsphasen eines Unternehmens investiert und ist auch der erste Drittparteieninvestor der Messaging-App Snapchat gewesen. 2014 erlangte Blockchain.com - später Blockchain.info 26 Mio. Euro über eine von Lightspeed betreute Finanzierungsrunde.

2017 befürwortete Liew Investitionen in Bitcoin (BTC) und sagte voraus, dass BTC im Jahr 2030 425.000 Euro erreichen wird. Daraufhin fügte er hinzu, dass "BTC und andere digitale Währungen eine Menge Vorteile in Zeiten voll politischer und wirtschaftlicher Instabilität haben".