Bitcoin-Immobilienprojekt in Dubai stellt Betrieb vorläufig ein

Dieser Artikel wurde aktualisiert und enthält nun auch einen Kommentar der Pressestelle von Lady Mone.

Das Aston Plaza in Dubai, ein groß angelegtes Bitcoin (BTC)-Immobilienprojekt, will Berichten zufolge seinen Betrieb vorläufig einstellen, wie die britische Tagesnachrichtenagentur The Times am 28. April berichtete.

Das umgerechnet über 290 Mio. Euro teure Projekt umfasst 1.300 Luxuswohnungen, von denen mindestens 150 Einheiten in Bitcoin verkauft werden sollen. Entwickelt wurde das Projekt im Jahr 2017 von Michelle Mone, der Gründerin der Lingeriemarke Ultimo, und ihrem Milliardärspartner Douglas Barrowman.

Das Projekt soll das erste seiner Art in dieser Größe sein, bei dem man mit Kryptowährung bezahlten kann. Das Aston Plaza bot zunächst Studios im Wert von umgerechnet rund 116.000 Euro an, was im Februar 2018 etwa 15 BTC entsprach. Außerdem wurden auch Zweizimmerwohnungen für umgerechnet rund 340.000 Euro angeboten, was etwa 45 BTC entsprach. Wie Cointelegraph bereits berichtete, verkauften die Unternehmer bis Februar 2018 50 Wohnungen in Bitcoin.

Nach Angaben der Webseite von Aston Plaza biete das Unternehmen nun Studios sowie Ein- und Zweizimmerwohnungen ab 9 BTC an; Die Webseite erklärte jedoch, dass der Preis sich nach dem US-Dollar-Wechselkurs für Bitcoin vom 8. Januar 2018 richtet. Damit entsprechen 9 BTC etwa 147.000 US-Dollar (131.000 Euro).

Wie bereits von CNBC berichtet, sollte das Projekt ursprünglich bis September 2019 abgeschlossen sein.

Laut The Times sagten Inspektoren der Regierung, die die Baustelle im Januar letzten Jahres besuchten, jedoch, dass der Bau für das Projekt gestoppt worden sei. Wie es auf der Webseite des Projekts heißt, seien bisher 25 Prozent des Projekts gebaut und bereits über 400 Wohnungen verkauft worden.

Laut der Pressestelle von Lady Mones sei die Beschreibung der Times, dass der Bau gestoppt worden sei, "schädlich, da die Gebäude derzeit neu entworfen werden". In einer E-Mail an Cointelegraph erklärte die Pressestelle, dass das Geld der Kunden derzeit auf einem Treuhandkonto verwahrt werde.

Mone hatte zuvor eine weitere Krypto-Initiative namens Equi Capital ins Leben gerufen, wie die Tech-Nachrichtenplattform The Next Web berichtete. Das Projekt Equi Capital, an dem auch der Apple-Mitbegründer Steve Wozniak beteiligt sein soll, war zunächst als Initial Coin Offering (ICO) geplant. Nach einem Vorverkauf, bei dem umgerechnet rund 6,3 Mio. Euro aufgebracht wurden, wurde das ICO schließlich abgebrochen. Das Geld wurde den Investoren zurückerstatten und als Grund mangelndes Interesse und das Nicht-Erreichen von Zielen genannt.

Die Pressestelle von Lady Mone sagte gegenüber Cointelegraph in einer E-Mail, dass das Projekt Equi von ihnen gestoppt worden sei, da sie an ihrer Partnerschaft mit Wozniak gearbeitet hätten, und daher nicht als Misserfolg betrachtet werden könne. In der E-Mail heißt es, dass ein Team von Anwälten daran arbeite, wie man inmitten der derzeitigen Gesetzgebung in Bezug auf Wertpapier-Token vorankommen könne. Der Start sei für Ende dieses Jahres geplant.

Im Februar dieses Jahres hat Emaar Properties, die größte Immobilienentwicklungsfirma der VAE, offiziell die Berichte dementiert, dass sie Krypto-Zahlungen für Immobilien annehmen würde.