Eine sexuelle Blockchain-Revolution: Krypto in der Erwachsenenunterhaltungsindustrie

Blockchain-Technologien versprechen eine ganze Reihe von Industrien zu revolutionieren und haben sich auch einen Weg in eher obskure Sektoren der Gesellschaft gebahnt.

Das alte Sprichwort "Sex sells" trifft noch immer zu und die Industrie ist gigantisch, um sämtliche Wünsche nach diversen Dienstleistungen bedienen zu können. Sie reicht von Dating Webseiten, Pornografie, Stripper bis hin zu diversen anderen sexuellen Angeboten.

Aufgrund der großen Nachfrage nach dieser Art von Leistungen ist es nicht überraschend, dass einige innovative Köpfe den Wert von Blockchain für ihre spezifischen Geschäfte erkannt haben.

Einige davon sind revolutionär. Die meisten Anwendungsfälle reichen allerdings nicht über die Adaption von Kryptowährungen als Zahlungsmittel für ihre jeweiliges Produkt hinaus. Trotzdem verdeutlicht der Trend, dass Kryptowährungen in immer weitreichenderen Wirtschaftsbereichen Anwendung finden.

Die Vorteile von Anonymität

Wie die britische Boulevardzeitung The Sun letzten Monat berichtete, akzeptieren die Stripper eines bekanntes Clubs in Las Vegas ihr Trinkgeld inzwischen auch in Krypto-Form.

Einige der spärlich bekleideten Strippers tragen QR-Codes auf ihren Körper, die es den Klienten ermöglichen, für die Leistungen mit virtuellen Währungen zu bezahlen.

Der Clubbesitzer Nick Blomgren ist überzeugt von seinem Geniestreich. Die Kunden können durch die Nutzung von Kryptowährungen als Transaktionmittel ihre schlüpfrigen Neigungen besser verstecken, da diese anonym abgewickelt werden können.

Eine der Darstellerin in dem Club gab zu Protokoll, dass einige Banken die Kundenkontos ihrer Klienten sperren, wenn herauskommt, dass sie in der Erwachsenenunterhaltungsindustrie verkehren. Kryptowährungen schützen die Privatsphäre und bietet gleichzeitig ein anonyme Bezahlungsmethode.

Das berühmte amerikanische Bordell The Bunny Ranch soll ebenfalls die Nutzung von Bitcoin als Zahlungsmethode erkunden.

Besitzer Dennis Hof ist ein großer Befürworter von Vertraulichkeit und Privatsphäre, wie sie Krypotwährungen ermöglichen. Wohlhabende Klienten gehen weite Wege, um ihre sexuellen Angewohnheiten geheim zu halten. Die Möglichkeit, anonym für den feierabendlichen Zeitvertreib zu zahlen, ist ein weiterer Schritt der dafür sorgt, dass diese Vergnügen auch tatsächlich geheim bleiben. 

Plattformen für erwachsene Inhalte

Die Unterhaltung für Erwachsene lebt online und der Appetit für jene Inhalte scheint den verfügbaren Werbeeinnahmen entwachsen zu sein. Das Blockchain-Startup Vice Industries hat dies erkannt und die Idee auf den Kopf gestellt.

Nutzer des Services werden mit VIT-Token dafür belohnt, bestimmte TV-Inhalte anzuschauen, welche sie wiederum nutzen können, um Premium-Angebote oder weitere Produkte von teilnehmenden Webseiten wahrzunehmen.

Das ICO des Startups generierte beinahe 18 Mio. Euro und wird von Penthouse und seit Kurzem auch vom Playboy unterstützt, welcher seine Angebote ebenfalls anpassen will, damit Nutzern den Zugang zu expliziten Inhalten auch mit virtuellen Währungen bezahlen können.

Blockchain übernimmt das Online Dating

Laut Forbes ist der Markt der Online-Dating-Industrie beinahe 2,5 Bio. Euro wert, speziell seit die Beliebtheit für Tinder in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Daten vdes GlobalWebIndexes deuten darauf hin, dass 2015 weltweit 91 Mio. Menschen Dating-Apps nutzen, wobei Männer 66 Prozent dieser Nummer ausmachen.

Nachdem dies gesagt ist; eine Reihe von ICO hat sich vorgenommen, in der Online-Dating-Sphäre einzufallen. Dieser spezifische Sektor des Marktes ist massiv und wird von Millionen Alleinstehenden genutzt, die hoffen, online die Liebe zu finden.

Eine schnelle Internetsuche zeigt einige interessante ICOs auf, die online Dating-Angebote revolutionieren wollen, indem sie Blockchain-Technologien verwenden.

Matchpool ist keine wirkliche Dating-App, sondern mehr ein Werkzeug, das Menschen hilft, gleichgesinnte Individuen mit ähnlichen Interessen zu finden und ebenfalls eine Plattform bieten, um Gruppen von Menschen zusammenzubringen.

Nichtsdestotrotz ist es ein Hilfsmittel, das Menschen verbinden, was auch immer ihre Interessen sein mögen und daher de facto eine Plattform, die ehrliche Verbindungen zwischen Menschen vereinfacht.

Währenddessen haben die durch-und-durch Dating-Apps auf Blockchain Basis 'Hicky' und 'Luna' letzten Monat ihren Token-Verkäufe eingeleitet, Luna am Valentinstag, und diese zwei Plattformen vereinen konventionelle Dating-App-Aspekte mit der Blockchain auf eine sehr interessante Art und Weise.

Hickys Plattform verspricht aufrichtige Profile mit Hilfe von Gesichts- und Spracherkennungen und schließt so die Möglichkeit aus, dass man auf einen betrügerischen Bot-Account stößt. Interaktionen zwischen den Nutzern werden durch Mikrotransaktionen mit HKY-Token vereinfacht, in der Hoffnung, die Spam-Nachrichten zwischen Nutzern zu reduzieren.

Der Hauptgewinn hier ist die ehrliche Verifikation von Nutzern und Sicherheitsinformationen, die in der Blockchain eingebettet sind. Aber sind diese Innovationen bedeutend genug, um gegen das beliebte Tinder und andere Dating-Apps und Webseiten anzukommen?

Lunas Entwickler betonen die Nachteile konventioneller Dating-Apps in ihrem Whitepaper. Namentlich "schlechtes Nachrichtenverhalten, betrügerische Accounts und der Missbrauch von persönlichen Informationen."

Das Angebot ist recht einfach; Nutzer der App müssen für das Senden von Nachrichten an andere interessierte Nutzer mit Token bezahlen, die 'Stars' genannt werden. Je mehr man für eine Nachricht bezahlt, desto weiter oben wird sie in der Empfangsbox des Empfängers angezeigt.

Luna möchte so Spam-Nachrichten reduzieren und - sobald eine Konversation begonnen hat - müssen die Nutzer auch keine weiteren Gebühren bezahlen, um das Gespräch fortzuführen.

Ein möglicher Nachteil könnte die Annahme sein, dass Nutzer bereit sind, Geld auszugeben, um eine Konversation mit einem anderen Nutzer überhaupt einzuleiten.

Trotzdem, diese drei Plattformen liefern neue Ideen und nutzen die Vorteile der Blockchain-Technologie für den Versuch Kommunikation, Kontaktvermittlung und die Partnersuche in einer modernen Gesellschaft zu vereinfachen. Es ist ein neuer Ansatz, der über die traditionellen Ansätze von "wische nach recht und links" bzw. "bezahle mehr für ein verbessertes Angebot" hinausgeht.

Einiges davon ist ein wenig obskur Legalfiling ermöglicht es Menschen, einen Vertrag zu unterschreiben, in welchem sie ihr Einverständnis zu verschiedene sexuellen Interaktionen geben. Das bedeutet, dass klargestellt wird, wozu jemand explizit bereit ist - und diese Information wird sicher auf der Blockchain der Legalfiling-App gespeichert.

Sollten sich Leute über sexuelle Interaktion uneinig seien, aus welchem Grund auch immer, kann dieser Streit vor Gericht unter Einbezug des besagten Dokument beigelegt werden, da in dem Dokument festgehalten wird, wozu beide Parteien ihre Einverständnis gegeben hatten und diese Angaben als rechtlich bindend anerkannt ist.

Es ist eine interessante Innovation, die dabei helfen könnte, Kriminalverbrechen wie Vergewaltigungen und Misshandlungen aufzuklären.

Die Frage ist, ob sich die Leute die Zeit nehmen werden, die App zu öffnen und darüber zu verhandeln, wie weit sie im Eifer des Momentes bereit sind, zu gehen.

Ein Zeichen der Zeit

Frühanwender sind den Massen traditionell voraus und das Gleiche wird vermutlich auch für die Erwachsenenunterhaltungsindustrie gelten. Geschäfte, die Krypto-Zahlungsoptionen anbieten, haben gute Chancen von Gönnern unterstützt zu werden.

Jene Industrien, die durch Technik transformiert wurden, wie etwa Dating-Apps in den letzten 10 Jahre, werden aktuell von Unternehmen herausgefordert, die Blockchain zu nutzen, um ihre Angebote innovativer zu machen.

Viele weitere werden folgen, wie es auch im Finanzsektor der Fall war. Investmentfirmen versuchen aktuell tobend mit CME und CBOE und deren wegweisenden Bitcoin-Future-Angeboten, die im Dezember eingeführt wurden, mitzuhalten.

Online-Dienste können am meisten von Blockchain-Technologien profitieren und das nächste Tinder oder ähnlich erfolgreiche Angebot wird mit großer Sicherheit auch auf einer solchen Technologie basieren.