Finanzberater propagieren Blockchain als

Mainstream-Finanzberater wollen diesen Monat Blockchain einer breiten Öffentlichkeit bekanntmachen und sagen, dass sie eine "soziologische Innovation" ist. Dies erklärten sie im Rahmen einer US-Konferenz mit dem Titel "Technology Tools for Today" (T3), wie aus einem CNBC-Bericht vom Montag, 12. Februar, hervorgeht.

Eine Zusammenfassung der T3-Beraterkonferenz in Fort Lauderdale, Florida, die vom 6. bis zum 9. Februar stattfand, zeigt die deutliche Kehrtwende bei der Haltung der Berater gegenüber dieser Technologie im Jahr 2018.

"Blockchain ist eine soziologische Innovation. Sie ist ein Stück Technologie, aber sie ermöglicht uns, Wertgegenstände im Internet zu übertragen und Transaktionen durchzuführen. Außerdem können wir dadurch Netzwerke auf eine noch nie dagewesene Weise organisieren", sagte Magdalena Ramada vor den Anwesenden, leitende Wirtschaftsexpertin bei der internationalen Beratungsfirma Willis Towers Watson.

Das traditionelle Finanz- und Bankwesen hat die Kosteneinsparungen und die gesteigerte Effizienz, die Blockchain verspricht, lange erforscht. Doch die direkten Auswirkungen auf den Menschen werden außerhalb von Kryptowährungskreisen selten erwähnt.

Der Fokus auf so genannte Distributed-Ledger-Technologien und "genehmigte" oder "private" Blockchains sind zu Begriffen für Finanzinstitute geworden, die nach Blockchain-basierten Produkten suchen, über die sie eine zentralisierte Kontrolle ausüben können.

In dieser Woche berichtete der Cointelegraph, dass die CMEGroup, die die ersten Bitcoin-Futures-Kontrakte im Dezember 2017 veröffentlichte, ein Patent auf ein System angemeldet hatte. Dieses soll eine Änderung der Regeln einer Blockchain ohne einen Netzwerkkonsens ermöglichen.

Zuvor hatte Accenture im September letzten Jahres ein Patent für die so genannte "editierbare Blockchain"-Technologie erworben.

Egal wie man sie auch nennt: hochgradige Unternehmensberater sind sich nun darüber bewusst, dass man den zerrüttenden Charakter von Blockchain begrüßen muss.

"Wer zwischen dem Käufer und Verkäufer steht, ist weg. Es kommen also Börsenmakler, Hypothekenmakler und Ticketverkäufer weg" fuhr Ric Edelman, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Edelman Financial Services, fort.

"Zwischenhändler werden wegen der Blockchain nicht mehr gebraucht."

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