AMD, ein in Kalifornien sitzender Chip-Hersteller, soll sich mit sieben großen Technologie-Unternehmen zusammengetan haben, um acht neue Mining-Rigs zu produzieren. Dies wurde am 5. November auf der offiziellen Seite von AMD gemeldet.

Die sogenannten Mining-Rigs sind spezielle Geräte, die zur Förderung von Kryptowährungen dienen und deshalb eine besonders hohe Rechenleistung benötigen. Dementsprechend führt der Hersteller die neue Hardware unter dem Titel „AMD und Blockchain-Technologie“. Das Unternehmen hat sich dafür mit Firmen wie Sapphire, ASROCK, ASUS, MSI, Biostar, TUL und Rajintek zusammengeschlossen, um acht neue Rigs zu bauen, die mit den Worten „ultimative Stabilität“, „rund um die Uhr Leistung“ und „industrielle Qualität“ beworben werden.

Auf der Webseite von AMD heißt es weiter, dass die Kooperation neue „Blockchain Hardware-Lösungen“ auf den Markt bringen wird, die den unterschiedlichen Ansprüchen von „innovativen Blockchain-Plattformen“ genügen sollen. Kryptowährungen werden nur zwei Mal erwähnt, werden allerdings als „bekanntester Anwendungsbereich“ der Blockchain-Technologie bezeichnet.

Als Teil der Werbekampagne hatte AMD am 31. Oktober ein Video über Blockchain veröffentlicht, das die Funktionsweise der Technologie erklärt, wobei Vertrauenswürdigkeit, Integrität und Sicherheit als einige der entscheidenden Vorteile genannt werden.

Die neue Meldung kommt nur eine Woche nachdem AMD seinen Geschäftsbericht für das 3. Quartal 2018 herausgegeben hat. Hierin gab das Unternehmen allerdings an, dass „die Blockchain bezogenen Chip-Verkäufe (GPU) vernachlässigbar gering“ waren. Vielmehr wird explizit erwähnt, dass der durchschnittliche Verkaufspreis der GPUs gesenkt werden musste, auf Grund der geringen Nachfrage.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, zeigte sich AMD nicht immer von Blockchain begeistert. Noch im April hatte Geschäftsführerin Lisa Su gesagt, dass Blockchain „eine sehr wichtige Technologie“ sei, die großes Potenzial im Bereich der finanziellen Transaktionen habe. Gleichzeitig sagte sie jedoch, dass die Technologie auf kurze Sicht eher „eine Ablenkung“ wäre.

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