AMD: "Blockchain-bezogene GPU-Umsätze im dritten Quartal vernachlässigbar"

Der Halbleiterhersteller AMD weist in seinem am 24. Oktober veröffentlichten Quartalsfinanzbericht darauf hin, dass der Umsatz bei Grafikkarten (GPU) mit Blockchain-Bezug im dritten Quartal vernachlässigbar gering gewesen sei.

Das amerikanische Halbleiterunternehmen AMD hat in seinem Finanzbericht für das dritte Quartal 2018 bekannt gegeben, dass der Umsatz auf 1,65 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Dies entspricht einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wenngleich der Wert damit unter den Schätzungen von 1,7 Milliarden US-Dollar liegt. Der Rückgang ist auf seit dem letzten Quartal insgesamt niedrigere Umsätze im Geschäftsfeld "Computing und Graphic" des Unternehmens  zurückzuführen.

Nichtsdestotrotz konnte AMD den Umsatz im Segment Computing und Grafik gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 938 Millionen US-Dollar steigern, was vor allem auf gute Verkaufszahlen bei Desktop- und Mobilprodukten seiner Ryzen-Serie zurückzuführen ist. Die Umsätze bei GPUs mit Blockchain-Bezug waren hingegen im dritten Quartal nicht signifikant. Der durchschnittliche Verkaufspreis von GPUs ist ebenfalls gesunken.

Zu einem früheren Zeitpunkt hatte Lisa Su, CEO von AMD, gesagt, die Blockchain-Technologie stelle für AMD eine kurzfristige Ablenkung dar. Sie räumte die Bedeutung der Technologie jedoch ein und erklärte, dass die Idee, Peer-to-Peer-Transaktionen über ein dezentrales Netzwerk durchführen zu können, eine gute Technologie sei.

Im ersten Quartal 2018 hatte Su ein höher als erwartetes Wachstum für ihr Unternehmen vermelden können und erklärt, dass AMD sich auf seine Hauptmärkte konzentrieren würde, anstatt sich im Blockchain-Hype zu verlieren.

Laut dem AMD-Bericht erwartet das Unternehmen im vierten Quartal 2018 einen Gewinn von ungefähr 1,45 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahrjahresquartal entsprechen würde, in welchem AMD 1,34 Milliarden US-Dollar erreichte. Für den bereinigten Gewinn wird ein Anstieg von 41 Prozent durch gesteigerte Verkäufe der Produktlinien Ryzen und EPYC und bei CPUs für Rechenzentren erwartet.

Nach der Veröffentlichung der neuesten Zahlen brach der AMD-Aktienkurs an der Technologiebörse NASDAQ um neun Prozent auf 22,79 US-Dollar ein. Reuters führt den Rückgang des Aktienkurses auf niedrigere als erwartete Schätzungen für das vierte Quartal zurück.

Analysten hatten vorab vor einem durch den KRypto-boom künstlich aufgeblasen Kurs gewarnt. Die AMD-Aktie sei in den vergangenen Monaten substantiell gestiegen und der Aktienkurs würde sich ohne einen erneuten Anstieg bei den Kryptowährungen und beim Krypto-Mining nicht auf diesem Niveau halten können.