Liu Song, der Vizepräsident des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba Group, hat in einem Interview gesagt, dass das Unternehmen mit dem Gedanken spiele, Blockchain-Technologie bei grenzüberschreitenden Lieferketten zu implementieren. Diese Kommentare von Song wurden in einem Artikel wiedergegeben, der am Mittwoch, 6. März, von Chinas größter staatlicher Zeitung, der People's Daily, veröffentlicht wurde.
Song betonte, dass Alibaba in Zukunft Blockchain in komplexen Lieferketten implementieren könne, um ein geschlossenes Ökosystem zu schaffen, das mit den lokalen Regierungen verbunden werden kann. Alibaba plane auch die Entwicklung neuer Technologien. Das Unternehmen will etwa das Internet der Dinge (IoT) und Blockchain bei Zollagenten, in der internationalen Logistik und Handelsfinanzwesen einsetzen. Das geht aus weiteren Bemerkungen Songs in Bezug auf die Maklergesellschaft und Investmentbank China Galaxy Securities hervor.
Bereits im Dezember 2018 kündigte die Alibaba Group ein Upgrade ihrer Serviceplattform auf eine grenzüberschreitende Lieferkettenplattform an. Dies sollte mittels IoT- und Blockchain-Technologien geschehen.
Wie Cointelegraph am 25. Oktober berichtete, kündigte der Cloud-Computing-Arm der Alibaba Group, nämlich Alibaba Cloud, an, ihren Blockchain-as-a-Service (BaaS)-Dienst für Unternehmen auf wichtige internationale Märkte ausdehnen zu wollen, darunter Europa, die USA und Südostasien.
Anfang Oktober hatte die Alibaba Group eine Patentanmeldung für ein Blockchain-basiertes System eingereicht, das die Parteien autorisiert, Benutzerkonten im Zusammenhang mit illegalen Transaktionen einzufrieren oder zu stoppen oder in ein Blockchain-Netzwerk einzugreifen, wie Cointelegraph am 5. Oktober berichtete.
Vor kurzem veröffentlichte die Welthandelsorganisation einen Bericht, der die Effektivität von Blockchain-Anwendungen für mehrere Branchen hervorhob, darunter etwa grenzüberschreitende Handelsfinanzierung, Logistik und Transport.
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