Amazon-Patent: Analog zu Proof-of-Work-Blockchain geplant

Der Einzelhandelsriese Amazon hat ein Patent zur Erzeugung von Merkle-Bäumen als Lösung für den Proof-of-Work (PoW)-Algorithmus erhalten, wie aus einem Dokument vom 14. Mai bestätigt wurde.

Amazon, das in jüngster Zeit zunehmend interessierter an der Blockchain-Technologie zeigte, will sich nun wohl auf die Entwicklung einer bestimmten Variante dieses Instruments konzentrieren.

Konkret konzentriert sich das Patent auf Merkle-Bäume - ein Datenverifikationstool - um die erforderliche Arbeit in einer PoW-Installation zu leisten.

PoW ist der Algorithmus, der für Bitcoin (BTC) und einige andere wichtige Kryptowährungen wie Litecoin (LTC), Dogecoin (DOGE) und Monero (XMR) verwendet wird.

"Dieses Dokument beschreibt Techniken, bei denen Merkle-Bäume als Lösung für eine Proof-of-Work-Herausforderung verwendet werden", heißt es im Patent.

Was genau Amazon damit vorhat, ist unklar. Das Patent weist im Rahmen von Kryptowährung oder Blockchain keine konkreten Anwendungsfälle auf. Daher ist man sich hinsichtlich der Haltung des Unternehmens gegenüber Kryptowährungen insgesamt weiterhin unsicher.

Wie Cointelegraph berichtete, haben Gerüchte darüber, dass Amazon sich direkt für Bitcoin interessiere, die Krypto-Community immer wieder in Aufruhr versetzt. Doch an diesen Gerüchten war jedes Mal nichts dran.

Gleichzeitig glauben andere Leute, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis Krypto dort eingebunden wird. Im Februar behauptete Changpeng Zhao, der CEO der Börse Binance, dass Amazon letztendlich keine andere Wahl haben werde, als eine Form von Kryptowährung herauszugeben.

"Bei keinem (nicht-physischen) Internet-Unternehmen sehe ich keinen Grund, warum sie keine Kryptowährungen für Zahlungen akzeptieren sollten", sagte er.

Ende letzten Monats startete Amazon Web Services öffentlich sein Unternehmens-Blockchain-Setup-Netzwerk, das auf Ethereum (ETH) und Hyperledger-Technologie basiert.