Vermögensverwaltung WisdomTree plant eigenen Stablecoin

Die Vermögensverwaltung WisdomTree will in den USA einen behördlich zugelassenen Stablecoin auf den Markt bringen. Dies berichtet das Nachrichtenportal FNLondon am 13. Januar.

Laut Bericht will WisdomTree die firmeneigene Digitalwährung an einen Korb aus Gold, Fiatwährungen und Staatsanleihen anbinden. Das Unternehmen will sich zudem eine Zulassung von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC einholen, um für zusätzliche Legitimität des Produkts zu sorgen.

Die jüngste Ankündigung steht vor dem Hintergrund einer vorherigen Meldung, nach der WisdomTree kürzlich in ein Startup namens Securrency investiert hat. Securrency ist einer der führenden Blockchain-Entwickler in der Finanzbranche. WisdomTree hatte damals lediglich dementiert, dass die Blockchain-Technologie für ETF-Produkte genutzt werden soll.

Wie es auf der Webseite von WisdomTree heißt, verwaltet das Unternehmen insgesamt 63,7 Mrd. US-Dollar.

Behörden sehen Stablecoins eher kritisch

Die Tatsache, dass WisdomTree sich explizit um eine behördliche Genehmigung für den geplanten Stablecoin bemühen will, ist bemerkenswert, da sich die SEC gegenüber ähnlichen Projekten in der Vergangenheit eher ablehnend gezeigt hatte. Das musste auch Facebook Libra feststellen. Der Social-Media Riese bekam allerdings auf der ganzen Welt heftigen Gegenwind für den eigenen Stablecoin zu spüren, so hatte der Präsident der Schweiz diesen in seiner momentanen Form als für „gescheitert“ erklärt.

Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank, hat ihr Institut indes wiederum gemahnt, dass es dem Trend um Stablecoins nicht hinterherhinken dürfe.