Australische Steuerbehörde fragt nach öffentlichem Feedback zur Krypto-Besteuerung

Die australische Steuerbehörde (ATO) hat gestern, 26. März, ein Bulletin veröffentlicht, in dem sie die Öffentlichkeit um Anregungen und Meinungen zu Kryptowährungen, insbesondere in Bezug auf den steuerlichen Aspekt, gebeten hat.

Die Steuerbehörde erklärt im Bulletin von gestern, dass ein steigendes Interesse an den Besonderheiten der Besteuerung von Kryptos, diese zusätzliche Nachfrage ausgelöst hat. Und das obwohl sie in der Vergangenheit bereits um Rat bezüglich Kryptos gebeten hat:

"Wir haben diese Rücksprache zeitlich so abgestimmt, dass sie mit der Aktualisierung unserer Website veröffentlicht wird. Dieses wird einige der Rückmeldungen ansprechen, die wir bisher für unseren Umgang mit Kryptowährungen erhalten haben.

Wir sind gespannt auf Ihr Feedback zu Kryptowährungen und den steuerlichen Auswirkungen von diesen. Denn diese Technologie könnte sich auf die Art, wie Geschäfte geführt werden, auswirken."

Am 1. März hatte die ATO berichtet, dass sie in diesem Jahr hart gegen Krypto-Händler vorgehen werde, um sie dazu zu bringen, ihre Gewinne richtig anzugeben. Australiens Einkommensbesteuerung für Kryptowährungen, die ursprünglich im Jahr 2014 veröffentlicht wurde, wurde am 13. März dieses Jahres aktualisiert.

Das Bulletin von gestern hat einen Link auf eine Seite mit dem Titel "Rückmeldung: Nachweis von Kryptowährungssteuerereignissen" die die aktuelle Besteuerung in Bezug auf Bitcoin (BTC) und Kryptowährungen, "die die gleichen Eigenschaften wie Bitcoin aufweisen", erklärt.

Die Steuerbehörde bittet "vor allem" um Rückmeldungen zu "praktischen Problemen, die sich auf Berechnung und die Nachweisbarkeit von Kapitalgewinnen und -verlusten zum Zwecke der Kapitalertragssteuer (CGT) auswirken." Besucher der Website können ein vertrauliches Feedback-Formular ausfüllen, bei dem vier Fragen zum Festhalten von Informationen für die Kapitalertragssteuer und Krypto-zu-Krypto-Transaktionen gestellt werden.

Der öffentlich zugängliche Feedback-Bereich hat bis jetzt einen Kommentar vom Nutzer markusb erhalten, der über die Schwierigkeiten bei den "praktischen Aspekten des Versuchs, komplexe Kostenverhältnisse zwischen einer großen Menge verschiedener Kryptowährungen zu erarbeiten" schreibt:

"Die Buchhaltungspraxis ist alptraumhaft. Außerdem führen viele Händler Mikro-Transaktionen durch, bei denen die Differenz weniger als 1,00 US-Dollar pro Handel ist. Bitte berücksichtigen Sie bei Kryptogeschäften alle Faktoren. Das ist nicht wie beim Handel mit Aktien. Oder irgendetwas anderes."

Mitte März hatte die ATO eine anderes Bulletin veröffentlicht, in dem sie vor Betrügern warnte, die sich als Steuerbehördenmitarbeiter ausgaben und versuchten, auf betrügerische Weise BTC als "Steuerzahlungen" einzutreiben.

Australien war kürzlich wegen seiner Krypto-Akzeptanz in den Nachrichten. Das Land gab Anfang des Monats bekannt, dass Verbraucher BTC und Ethereum (ETH) an mehr als 1.200 Kiosken im ganzen Land kaufen können. Und die australische Börse kündigte im Dezember letzten Jahres an, dass sie die weltweit erste Eigenkapitaltransaktion via Blockchain durchführen wird.

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