Banco Santander will Blockchain-Potenzial bei Wertpapierhandel erforschen

Die in Spanien ansässige Banco Santander hat angekündigt, ein Blockchain-Forschungsteam aufzustellen, um das Potenzial der Technologie hinsichtlich einer Veränderung des Wertpapierhandels zu untersuchen, so eine Pressemitteilung vom 11. Juli.

Das Team "Digital Investment Banking" unter der Leitung von John Whelan, dem derzeitigen Leiter des Blockchain-Labors von Santander, wird "den Einsatz von tokenisierten Wertpapieren in Fremdkapitalmärkten, Derivaten und anderen Produkten erforschen".

Die globale Bank hat ihren eigenen Weg bei der Blockchain-Integration eingeschlagen, seit sie im Jahr 2016 aus dem Distributed-Ledger-Tech-Projekt des DLT-Konsortiums R3 ausgestiegen ist.

José M. Linares, Senior Executive Vizepräsident und Globaler Leiter des Santander Corporate & Investment Banking, erklärte in der Pressemitteilung, dass sich die "Welle der Digitalisierung, die in der Finanzindustrie stattfindet, beschleunigt".

"Unsere Kunden erwarten davon bessere Lösungen, niedrigere Kosten und neue Kategorien von Produkten und Dienstleistungen, die ihnen einen effizienteren Zugang zu den Kapitalmärkten ermöglichen als je zuvor."

Verschiedene Quellen aus dem Bankensektor zeigten sich hinsichtlich des Potenzials der Blockchain in der Branche in diesem Monat zwar besorgt, aber dennoch setzt sich Santander weiterhin für die Nutzung der Technologie ein.

Im April hat die Bank in Partnerschaft mit Ripple ihren Blockchain-basierten Überweisungsdienst zum ersten Mal eingesetzt. Mitte Mai hat die Santander ihr erstes Blockchain-Investor-Abstimmungspilotprojekt erfolgreich durchgeführt.