Bitcoin hat sich aufgrund seiner Ineffizienz als Zahlungsmittel in dieser Funktion noch nicht durchgesetzt und verliert an Schwung, wie der Gouverneur der Bank of England (BOE) Andrew Bailey am 10. Januar vor dem Finanzausschuss des britischen Parlaments feststellte.

Bailey und die stellvertretende Gouverneurin der BOE, Sarah Breeden, erschienen in diesem Zusammenhang vor dem parlamentarischen Finanzausschuss, um den jüngsten Bericht der BOE zur Finanzstabilität zu diskutieren.

Bailey wiederholte hier seine Behauptung, dass ungedeckte Kryptowährungen keinen intrinsischen Wert haben. Außerdem sagte er:

„Ich habe den Eindruck, dass es sich nicht um eine Kernfinanzdienstleistung handelt, wie ich es nennen würde. [...] Zum Beispiel ist die Verwendung von Bitcoin als Zahlungsmethode ziemlich ineffizient.“

Breeden fügte hinzu, dass das Fehlen eines Regulierungsrahmens den Fortschritt von Kryptowährungen im traditionellen Finanzwesen behindere, aber die Situation ändere sich.

Bailey fuhr wiederum fort, dass Stablecoins die Regulierungsbehörden vor Herausforderungen stellen und nicht stabil genug seien. Er bezeichnete sie zudem als „undurchsichtig“.

Die britische Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) – oder „Britcoin“, wie sie auf der Sitzung genannt wurde – wurde ebenfalls kurz angesprochen. Breeden erklärte, dass sich im Hinblick auf diese allen voran noch Fragen des Datenschutzes und der Programmierbarkeit stellen.

Der Bericht vom Dezember, der im Mittelpunkt der Anhörung stand, widmete den digitalen Währungen insgesamt allerdings nur wenig Raum. Die Behörden erwägen demnach erst in Zukunft weitere Regulierungsentscheidungen für Kryptowährungen, Stablecoins und die eigene CBDC. Dahingehend heißt es:

„Dazu gehörte auch die Frage, wie die Risiken für die Finanzstabilität gemildert werden können, die sich daraus ergeben, dass im Falle einer Krise ein größerer Teil der Einlagen aus dem Bankensystem abgezogen werden könnte.“

Darüber hinaus wurden vor allem frühere Erkenntnisse und Empfehlungen überprüft. „Das FSB wird bis Ende 2025 eine Überprüfung der Umsetzung seiner Empfehlungen vornehmen“, so der Bericht. Die Regulierungsbehörden im Vereinigten Königreich arbeiten bereits seit 2023 an Stablecoin-Vorschriften. Es wird erwartet, dass die Stablecoin-Vorschriften im Vereinigten Königreich ab 2025 in Kraft treten werden.

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