Die britische Regierung könnte die Machtverhältnisse zwischen der Bank of England (BoE) und der wichtigsten Finanzaufsichtsbehörde des Landes, nämlich der Financial Conduct Authority (FCA), zu Gunsten der BoE verschieben. Das geht aus einem 40-seitigen Konsultationspapier hervor, das am 7. August vom britische Finanzministerium veröffentlicht wurde;
Die britische Regierung hat die Konsultation mit dem sinngemäßen Titel "Regulierung des Zahlungsverkehrs und des systemischen Perimeters" im Jahr 2022 gestartet, um angesichts der aufkommenden Risiken für die Finanzstabilität Vorschläge von Marktteilnehmern zur Reform des BoE-Zahlungsperimeters einzuholen.
In dem Abschlussbericht werden einige Maßnahmen zur Regulierung sogenannter "systemrelevanter Stablecoins" dargelegt. Ein wichtiger Punkt darin ist die Absicht der Regierung, die gemeinsame Beaufsichtigung von Stablecoins als Joint Venture der BoE und der FCA sicherzustellen.
Die BoE würde jedoch die Befugnis erhalten, die FCA daran zu hindern, Maßnahmen in Bezug auf einen Stablecoin-Anbieter zu ergreifen. Die Prudential Regulation Authority soll dabei ebenfalls die Möglichkeit erhalten, die FCA von einer bestimmten Maßnahme abzuhalten, "wenn diese zu Bedenken hinsichtlich der Finanzstabilität führen würde".
In dem Dokument heißt es, dass die meisten Befragten eine Vorrangstellung der BoE bei der Beaufsichtigung künftiger systemisch anerkannter Zahlungsinstitute für notwendig halten. Einige Teilnehmer forderten jedoch Klarheit über die Grenzen dieser Befugnis.
Im Juli erklärte der Gouverneur der BoE Andrew Bailey, dass Kryptowährungen und Stablecoins bei grundlegenden Tests im Hinblick auf die Einmaligkeit und Endgültigkeit der Abrechnung nicht bestehen würden und daher nicht als Geld angesehen werden sollten. Stattdessen schlug er vor, "verbessertes digitales Geld" zu entwickeln".
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