Bank von Korea: Krypto-Investment nur "unwesentliches" Risiko für lokalen Finanzmarkt

Laut der südkoreanischen Zentralbank, die Bank von Korea (BOK), belief sich der ausstehende Saldo der virtuellen Währungskonten bei inländischen Banken Dezember 2017 auf 1,52 Mrd. Euro, wie das lokale Nachrichtenportal Yonhap am Freitag, den 5. Juli, berichtete.

Der BOK-Bericht hält die 1,52 Mrd. Euro (2 Bio. Won) für relativ niedrig, da sie etwa 8 Prozent der gesamten Einlagen der Brokerhäuser des Landes ausmachen, die sich Berichten zufolge auf 26 Billionen Won (19,78 Mrd. Euro) belaufen. Der Bericht zog daraus den Schluss, dass die Kryptomärkte keine Bedrohung für die traditionellen lokalen Finanzmärkte darstellen:

"Im Vergleich zu anderen Aktienmärkten ist der Umfang der Krypto-Vermögenswert-Investitionen nicht wirklich groß. Die lokalen Finanzinstitute sind nur unwesentlich den möglichen Risiken digitaler Vermögenswerte ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund erwarten wir einen begrenzten Einfluss der Krypto-Vermögenswerte auf den südkoreanischen Finanzmarkt."

Der Datensatz der BOK umfasst bemerkenswerterweise die Höhe des beispiellosen Wachstums der Kryptowährungsmärkte Ende 2017 - als Bitcoin (BTC) einen Kurs von 17.000 Euro erreichte.

Die Schlussfolgerung der Zentralbank, dass Kryptowährungen ein relativ beschränktes Risiko für den traditionellen Finanzsektor darstellen, kommt in derselben Woche, in der die koreanische Finanzdienstleistungskommission (FSC) enthüllte, dass sie Kryptowährungen "nicht ablehnt" und plant, sich an der Vision der G20 von "vereinheitlichten", transnationalen Kryptoregulierungen anzulehnen.

Der G20-Gipfel im März legte eine Frist bis Juli für die Erarbeitung von Regulierungsempfehlungen für Kryptowährungen fest und rief "internationale Standard-setzende Gremien (SSBs)" dazu auf, notwendige "multilaterale Reaktionen" zu bewerten, die dann für eine "globale Umsetzung" vorgeschlagen werden sollen.

Korea bekräftigt die multilaterale Vision der G20 von der Zukunft der Krypto-Regulierungen zu einem Zeitpunkt, der für seine heimische Krypto-Sphäre wohl entscheidend ist. Wichtige positive Nachrichten kamen im Laufe des Frühlings von der Regierung. Insbesondere darunter die Pläne zur Aufhebung des landesweiten Pauschalverbots für inländische Initial Coin Offerings (ICOs).

Erst letzte Woche haben drei koreanische Ministerien im Rahmen einer weitläufigen Legitimierung einen Entwurf für neue Blockchain-Industriestandards enthüllt, die insbesondere Kryptobörsen erstmals als regulierte Finanzinstitute anerkannt haben.