Belarus: Krypto-Geschäfte müssen ab sofort Kundendaten aushändigen

Belarus will ein für Krypto-Geschäfte relevantes Dekret erneuern und die Offenlegungspflichten für Kundeninformationen gegenüber lokalen Autoritäten einführen, berichtete der lokale Nachrichtendienst Forklog gestern, am 1. Mai.

Das Dekret für die Entwicklung der digitalen Wirtschaft wurde überarbeitet und beinhaltet nun die Anforderung, dass Krypto-Börsen, die vom nationalen High-Tech-Park (HTP) aus ihr Geschäft betreiben, Kunden-identifizierende Daten preisgeben.

Laut der Quelle bei RIA Novosti, auf die sich Forklog bezieht, müssen Unternehmen zur Eröffnung einer Krypto-Börse im HTP Informationen über ihre Management-Struktur, die verifizierten Namen ihrer Kunden und Kommunikationsaufzeichnungen bereitstellen. Die Daten sollen laut dem Bericht mindestens fünf Jahre lang gespeichert werden und in einigen Fällen müssen KYC-Maßnahmen auf neue Kunden angewendet werden.

Die RIA Novosti-Quelle sagte:

"Die Begünstigten müssen die Reputation-Anforderungen erfüllen: kein Vorstrafenregister, kein laufendes Konkursverfahren oder ein Nachweis für eine vorhergegangene Geschäftspleite. Mindestens 5 Millionen US-Dollar an verfügbaren Mitteln müssen nachweisbar sein, wobei die Herkunft der Gelder bestätigt sein muss."

Forklog merkt an, dass die Börsen einen Risikomanager, einen Spezialisten für das Einhalten von Regulierungen und einen technischen Leiter einstellen und finanzielle Standards in ihre Geschäftspraktiken einbauen muss.

Allerdings merkt der Nachrichtendienst an, dass es unklar sei, wann diese Änderung greifen werden.

Der "Silicon Valley"-artige HTP in Belarus bietet seinen teilnehmenden Unternehmen Steuervergünstigungen bis zum 1. Januar 2023, dank eines am 23. März unterschriebenen Dekrets für die Digitalwirtschaft. Nach der Verabschiedung des Dekrets war die Anzahl der Börsen um 25 Prozent angestiegen - auf aktuell 88 Unternehmen. Wie Cointelegraph allerdings letzten Monat berichtete, sind Betreiber von Krypto-Börsen in Belarus mit dem Problem konfrontiert, dass die Infrastruktur des Bankensektors nicht fortschrittlich genug ist, um Krypto-Transaktionen tatsächlich durchzuführen

Ende März führte Belarus wie angekündigt offizielle Standards für die das Rechnungswesen mit Krypto-Anlagen ein. Der belorussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte das Dekret für die Entwicklung der digitalen Wirtschaft im letzten Dezember unterschrieben, welches die Entwicklung von Blockchain und Kryptowährungen vorantreiben soll.

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