PwC testet Blockchain-System zur Verifizierung von Mitarbeiterdaten

Das Big Four Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PriceWaterhouseCoopers (PwC) führt seine neue, von der Blockchain betriebene Plattform aus, um die Integrität der Mitarbeiterausweise zu gewährleisten. Die in Partnerschaft mit dem Institute of Chartered Accountants of Scotland (ICAS) gestartete Studie wurde in einer am 28. Februar veröffentlichten Pressemitteilung von PwC angekündigt.

Die bereits am 13. Februar vorgestellte Plattform „Smart Credentials“ von PwC implementiert Blockchain, um digitale Zertifikate für die berufliche Qualifikation der Mitarbeiter auszustellen, zu speichern und sicher gemeinsam nutzen zu können.

Für den Test mit ICAS erhalten PwC-Mitarbeiter, die sich in den letzten zwei Jahren als Wirtschaftsprüfer am Institut qualifiziert haben, ein auf Blockchain basierendes Zertifikat von ICAS, das Teil ihrer einzigartigen digitalen Wallet sein wird.

PwC vertritt die Auffassung, dass die dezentrale und manipulationssichere Architektur der Blockchain die Betrugsanfälligkeit erheblich verringern kann. Die Firma argumentiert, dass dies die Risiken und Kosten für die Überprüfung der Qualifikationen beim Einsteigen von Mitarbeitern verringert und den Prozess der Zertifikatsausstellung für Aufsichtsbehörden und Institutionen vereinfacht. Es bietet auch eine sichere Alternative zu Beglaubigungen in Papierform, die verlustanfällig sind und deren Ersetzung kostspielig sein kann.

Für Zertifikatsaussteller erfordert die Verwendung der Blockchain-Plattform keine Anforderungen an das Speichern von Anmeldeinformationen in ihren internen Systemen, wodurch die Infrastruktur entlastet wird. Mit Zertifikaten, die auf den digitalen Wallets der Besitzer gespeichert sind, können Fachleute diese entsprechend der persönlichen Entwicklung aktualisieren und den Prüfern ihre Sichtbarkeit mitteilen oder widerrufen. Für Arbeitgeber, schlägt PwC vor, stärkt das System das Vertrauen in die Authentizität der Mitarbeiterdokumente.

Smart Credentials wird als Blockchain-Lösung präsentiert, die "verifizierte, vertrauenswürdige und unwiderlegbare [digitale] Identitäten" in mehreren Bereichen bereitstellen kann. Steve Davies, globaler Blockchain-Leader bei PwC, hat folgendes erklärt:

„Blockchain wurde entwickelt, um es den Teilnehmern zu ermöglichen, Daten ohne Zwischenhändler auszutauschen. Keine Partei hat ein zentrales Eigentum, so dass Einzelpersonen mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten erhalten. [...] Sie können das Potenzial auch dort erkennen, wo Zeugnisse erworben und laufend aktualisiert werden - beispielsweise medizinische Fachkräfte, Piloten oder Sicherheitsingenieure.“

Wie in dieser Woche berichtet, werden der japanische multinationale Konglomeratskonzern Sony und IT-Ausrüstungsdienstleister Fujitsu die Blockchain testen, um die Integrität der Schulungsdaten und der Schülerdaten zu verbessern.

PwC ist weiterhin weltweit auf dem Gebiet der Blockchain- und Krypto-Branche tätig. Dazu wurden Investitionen — insbesondere in das in China ansässige Internet-der-Dinge Blockchain-Netzwerk VeChain — und ein internes Blockchain- und Krypto-Accelerator-Programm für über 1.000 PwC-Mitarbeiter getätigt.