Der Großinvestor Tim Draper empfiehlt der Generation der „Millenials“ in Bitcoin zu investieren. Die entsprechenden Äußerungen macht er am 22. Januar in einem Interview mit FOX Business.

Wie er in dem Interview erklärt, sieht er Bitcoin als wichtiges Mittel für die jüngeren Generationen, um ihre Renten abzusichern. Demnach sei das traditionelle Bankensystem bereits veraltet und nicht länger tragfähig:

„Die jüngeren Generationen schauen sich Bitcoin an und sagen ‚Hey, das ist toll, weil es nicht die alte Rostlaube von meinem Vater ist.‘ Unser Bankensystem ist diese Rostlaube, eine sehr veraltete Rostlaube.“

Die alte Rostlaube Finanzsystem

In diesem Zusammenhang wirft Draper dem traditionellen Finanzsystem vor, dass es viele junge Leute in die Schuldenfalle getrieben hat. So erklärt Draper: „Mit den heutigen Löhnen können Kredite niemals zurückbezahlt werden. Es wird ihnen sehr schwer gemacht, weshalb sie meist nur noch Mieter sein können und keine Eigentümer mehr.“

In der Tat entsteht durch die gezielte Entwertung von Fiatwährungen, was die Zentralbanken im Rahmen ihrer Geldpolitik betreiben, ein Teufelskreis, der dafür sorgt, dass Verschuldung und Konsum sinnvoller sind als Sparen. Bitcoin könnte diesen Trend womöglich umkehren, da die Kryptowährung eine begrenzte Umlaufmenge hat und dementsprechend über Zeit in ihrem Wert steigt. Dadurch könnte Sparen wieder lohnenswert werden. Eine These, auf die Tim Draper mit seinen Worten anspielt.

Zudem würde es die Kryptowährung ermöglichen „Kapital und Güter völlig frei auf der ganzen Welt zu bewegen“, was ein weiterer großer Vorteil von Bitcoin sei.

Aus diesen Gründen empfiehlt Draper jungen Leuten „ihr Imperium auf dem neuen Modell zu bauen“, das keine hohen Gebühren für Transaktionen verlangt oder strengen Regulierungsvorschriften unterliegt. Einfach nur noch Bargeld anzulegen, wie es die älteren Generationen gemacht haben, sei schlichtweg nicht länger rentabel. So meint Draper:

„Wenn man wirklich was von seinem Geld haben will, dann sollte man auf Bitcoin und andere Kryptowährungen setzen.“

Damit Bitcoin auch wirklich zu einer Alternative für das bestehende Finanzsystem werden kann, müsste der Einzelhandel irgendwann anfangen, seine Preise in Bitcoin auszuweisen, da Güter ansonsten weiterhin von der Entwertung von Landeswährungen betroffen wären.

Wie Cointelegraph heute berichtet hat, ist dieser Traum allerdings wieder ein Stück in die Ferne gerückt, da Bitcoin immer weniger als Maßeinheit genutzt wird.

 

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