Vermögensaufbau für alle – „Bitcoin kann Sparen wieder lohnenswert machen“

Ein Krypto-Investor meint, dass Bitcoin (BTC) das Potenzial hat, Vermögensaufbau durch Sparen wieder lohnenswert zu machen.  

Die entsprechende These stellte Misir Mahmudov, Autor und Mitbetreiber des Krypto-Hedgefonds Adaptive Capital, am 27. November auf Twitter auf. Mahmudov ist der Bruder des bekannten Bitcoin-Fürsprechers Murad Mahmudov.

„Bitcoin ist die Demokratisierung des Vermögensaufbaus“

Wie Mahmudov meint, ermöglicht Bitcoin Vermögensaufbau durch bloßes Sparen, wovon besonders kleine Anleger profitieren würden, die oftmals von anderen Anlagemöglichkeiten wie Aktien oder Immobilien ausgeschlossen sind.

„Bitcoin ist die Demokratisierung des Vermögensaufbaus“, wie Mahmudov seinen Gedanken zusammenfasst.

Mahmudov ist dementsprechend überzeugt davon, dass eine Vielzahl an Menschen vom Sparen in Bitcoin profitieren werden:

„Heutzutage kann man einfach Sats [kleinste Bitcoin-Recheneinheit] anhäufen und sein Geld somit in einem knappen Vermögenswert aufbewahren. Die Möglichkeit, Vermögensaufbau durch Bitcoin zu betreiben, kann Millionen von Menschen aus der Schuldenfalle befreien.“  

Dabei argumentiert Mahmudov, dass die geplante Verknappung der Umlaufmenge von Bitcoin unweigerlich zu dessen Wertsteigerung führen wird, eine Vermutung, die auch die Bayerische Landesbank zuletzt ähnlich aufgestellt hatte. Im Umkehrschluss würde dies für Bitcoin-Sparer einen Vermögensaufbau bedeuten. Fiatwährungen werden hingegen durch die Kombination von Inflation und Nullzins entwertet, was einen Vermögensverlust bei klassischem Sparverhalten in einer beliebigen Landeswährung bedeutet. Dies trägt unweigerlich zur Verschuldung vieler Anleger bei.

Laut den jüngsten Statistiken beläuft sich allein die Staatsverschuldung der USA mittlerweile auf 70.000 US-Dollar pro Kopf. Die weltweite Verschuldung ist derweil so hoch, dass auf einen einzelnen Bitcoin 12,1 Mio. US-Dollar Schulden kommen.

Bitcoin-Sparer können dem Teufelskreis entkommen

Saifedean Ammous, der Autor des Buches „The Bitcoin Standard“ und ehemaliger Professor der Libanesisch-Amerikanischen Universität in Beirut, bestätigt die Vermutungen von Mahmudov indirekt, da er Fiatwährungen im Widerspruch zum Vermögensaufbau durch Sparen sieht.

So argumentiert er, dass Regierungen und Zentralbanken die Geldmenge willkürlich aufblasen und damit für Inflation (also die Entwertung von Geld) sorgen können, was Geldausgeben und Kreditaufnahme fördert und im Gegenzug Sparen bestraft.

Ammous begründet dies mit der sogenannten „Zeitpräferenz“ laut der Verbraucher dazu angehalten werden, ihr Geld auszugeben und nicht zu sparen, da es in der Zukunft durch Inflation an Wert verliert. Für diese fatale Logik macht er John Maynard Keynes, einen der Gründerväter der modernen Wirtschaft, verantwortlich.

Für Bitcoin würde es sich demnach genau umgekehrt verhalten, da die Kryptowährung durch ihre eingebaute Verknappung langfristig zu einer Wertsteigerung führt und daher Sparen belohnt. Ein Weg, womöglich dem Teufelskreis der Inflation zu entkommen.