Wenn man bei Bitcoin (BTC) den Durchschnittskosteneffekt auch nur für ein Jahr anwendet, erhält man eine gute Rendite. Investoren können diese Gelegenheit "nicht ignorieren", so einer der bekanntesten Kursanalysten der Branche.

In einer Twitter-Diskussion am 3. Juni sagte PlanB, der Schöpfer des beliebten Stock-to-Flow-Bitcoin-Kursmodells, dass die Anwendung des Durchschnittskosteneffekts kurzfristig eine Netto-Rendite von 70 Prozent erzielen könne.

"Investoren können das nicht ignorieren"

In seinem Beispiel ging es um einen Zeitraum von drei Jahren. Eine langsame Investitionserhöhung auf einer gleitenden Skala im Jahr 2017, Abwarten im Jahr 2018 und dann die Umkehrung des Prinzips bis 2019 hätte eine Rendite von 70 Prozent erzielt.

"Ich finde, Investoren können das nicht ignorieren", fasste er zusammen.

Auf die Frage, ob es eine Rolle spiele, zu welchem Zeitpunkt ein Investor damit beginnt, sagte PlanB, dass die historische Rentabilität von Bitcoin insgesamt bedeute, dass die Chancen kaum sinken würden.

"Es spielt eigentlich keine große Rolle, denn die (historischen) Chancen stehen 9 zu 1, dass Sie eine positive Rendite erzielen", wie er hinzufügte.

Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin: Anlage/Rendite-Tabelle

Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin: Anlage/Rendite-Tabelle Quelle: PlanB/ Twitter

Square ebenfalls Befürworter

Der Durchschnittskosteneffekt bedeutet, dass man kleine Mengen eines Vermögenswertes über einen gewissen Zeitraum kauft. Das Ziel dieser Anlagestrategie ist es, sich vor Marktschwankungen zu schützen, die bei Bitcoin ein häufiges Phänomen sind. Der März war der volatilste Monat für den BTC-Kurs seit Januar 2014, so eine Überwachungswebseite.

Es gibt bereits seit diesem Jahr Anzeichen dafür, dass Investoren genau wissen, dass sie diesen Aspekt der Bitcoin-Branche nicht ignorieren können.

Letzten Monat berichtete Cointelegraph, dass das Zahlungsunternehmen Square Bitcoin-Käufe für Benutzer anbietet, die auf diesem Durchschnittskosteneffekt aufbauen. Damals deuteten Daten der Webseite dcaBTC darauf hin, dass wöchentliche Käufe von Bitcoin im Wert von 10 US-Dollar in den letzten drei Jahren 65 Prozent Rendite eingebracht hätten.

Auch andere Zeiträume bieten ähnlich attraktive Erträge. Die vierteljährliche Renditen für Bitcoin lagen allein im zweiten Quartal bei über 50 Prozent. Damit liegt die Rendite auch über der von Gold (7,2 Prozent) und über dem S&P 500 (20,8 Prozent).

Seit Jahresbeginn ist Bitcoin mit einer Rendite von 34 Prozent die Makroanlage mit der besten Entwicklung. 

Vergleich Makroanlagerenditen 2020

Vergleich Makroanlagerenditen 2020. Quelle: Skew

Trotzdem ist das Gesamtinvestitionsvolumen im Vergleich zu den etablierten Anlagen noch winzig. In einem Bericht von dieser Woche hieß es dennoch, dass Bitcoin bald die Konkurrenz einholen könnte, wenn die derzeitige Wachstumsrate anhält.